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Museen : Machbarkeitsstudie zu Berliner Gemäldegalerie erwartet

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Mit Spannung wird am Mittwoch die Machbarkeitsstudie zur Neuordnung der Berliner Kunstsammlungen erwartet. Nach dpa-Informationen ist die realistischste Option ein Neubau für das geplante Museum der Moderne an der Neuen Nationalgalerie in der Nähe des Potsdamer Platzes.

Der umstrittene Umzug der wertvollen Sammlung Alter Meister an die Museumsinsel wäre damit vom Tisch. Dieser Plan hatte im vergangenen Jahr bei Museumsexperten weltweit für Kritik gesorgt.

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, will die Studie am Mittwoch gemeinsam mit Museen-Generaldirektor Michael Eissenhauer vorstellen. Auf Grundlage des Gutachtens soll ein Konzept für die weitere Planung vorgelegt werden. Es muss dann vom Stiftungsrat beschlossen und in den parlamentarischen Gremien beraten werden.

Die Verantwortlichen sind unter Druck, weil der Mäzen Heiner Pietzsch die Schenkung seiner wertvollen Sammlung surrealistischer Kunst von der möglichst raschen Eröffnung eines Museums der Moderne abhängig gemacht hat.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hatte ursprünglich geplant, die Gemäldegalerie mit den Alten Meistern am Potsdamer Platz zu räumen, um dort die Kunst der Moderne unterzubringen. Dafür sollten die Alten Meister einen Neubau an der Museumsinsel bekommen.

Gegen diese Rochade hatte es einen Sturm der Entrüstung gegeben. Eine vom US-Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger (Cambridge) angestoßene Petition zum Erhalt der Gemäldegalerie fand bisher fast 15 000 Unterstützer. Die Kritiker fürchten, dass die weltberühmten mittelalterlichen Gemälde zu lange im Depot verschwinden könnten.

Die Preußen-Stiftung hatte daraufhin beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die verschiedene Möglichkeiten ausloten und berechnen sollte. Die Schlussfolgerungen werden am Mittwoch erläutert.

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erstellt am 20.Aug.2013 | 16:21 Uhr

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