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Hamburger Lesetage : Literaturfestival durch Vattenfalls Ausstieg bedroht

vom

Der Energiekonzern beendet nach 15 Jahren sein Sponsoring bei den Hamburger Lesetagen. Die Entscheidung könnte ein großes Loch in den Kulturkalender Norddeutschlands reißen. Was kommt nach Vattenfall?

Hamburg | Das größte Literaturfestival Norddeutschlands ist nach dem Ausstieg des Energieriesen wohl Geschichte: Die Hamburger Kulturbehörde kann nach eigenen Angaben das im Frühjahr stattfindende Festival nicht alleine finanzieren, einen neuen Sponsor gebe es zur Zeit nicht. Seit 2011 hatte es heftigen Gegenwind für das Festival gegeben.

Auf Gegenveranstaltungen protestierten Autoren gegen das Engagement des Energiekonzerns. So las unter anderem Literaturnobelpreisträger Günter Grass beim Festival „Lesen ohne Atomstrom“ vor dem stillgelegten Atomkraftwerk Krümmel in Geesthacht.

Vattenfall bestätigte am Mittwoch einen Bericht des „Hamburger Abendblatts“. Vor 15 Jahren hätten die Lesetage noch eine Nische im Hamburger Kulturkalender besetzt. „Mittlerweile haben sich andere Lesefestivals in Hamburg etabliert und wir haben entschieden, unser Engagement an dieser Stelle zu beenden.“ Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) bedauerte den Rückzug des Energiekonzerns.

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erstellt am 02.Okt.2013 | 12:51 Uhr

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