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Kunst : Lenbachhaus präsentiert Gerhard Richters «Atlas»-Sammlung

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Mit einer Ausstellung gewährt das Münchner Lenbachhaus ungewohnte Einblicke in das Werk des Künstlers Gerhard Richter.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2013 | 14:51 Uhr

Unter dem Titel «Atlas Mikromega» werden mehr als 1000 Fotografien, Skizzen und Collagen des 81 Jahre alten Malers ausgestellt. Das als «Atlas» bekannte Werk ist Grundlage vieler Gemälde Richters, zeigt aber auch Ideen, die der in Köln lebende Künstler nie verwirklicht hat.

Richter hatte Anfang der 1960er Jahre begonnen, seine zusammengetragenen Bildvorlagen zu kategorisieren und in Bildtafeln zusammenzufassen. Weitgehend sei das Projekt abgeschlossen, aber Richter betonte: «Ich hab' ja noch ein paar in der Schublade.» «Atlas» ist seit 1996 im Besitz des Lenbachhauses.

«Atlas» gleicht einem Werkbuch Richters. Mit historischen, künstlerischen und teilweise sehr persönlichen Bildmotiven seiner Familie spiegelt es sein gestalterisches Schaffen. «Hier ist sein künstlerisches Leben gewachsen», sagte der Direktor des Lenbachhauses, Helmut Friedel.

Der Künstler selbst sieht die Sammlung eher als Hilfsmittel, das es erlaubt, sein Werk zu verstehen: «Ich wollte es nicht als selbstständige Kunst betrachtet wissen.» Neben den Bildtafeln werden bei der Schau einige Farbstreifen-Collagen und nach Richters Entwürfen gestaltete Wandteppiche präsentiert. Eine Skulptur aus Glasscheiben wird zudem erstmals öffentlich gezeigt.

Für Friedel ist die Richter-Ausstellung die letzte vor seinem Ruhestand 2014. Er hatte das Haus 35 Jahre lang geführt. Die Ausstellung ist vom 23. Oktober bis zum 9. Februar zu sehen.

Städtische Galerie im Lenbachhaus

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