Ausstellungen : Kunstmuseum Wolfsburg widmet sich dem Slapstick

Hingucker: Auch dieses Objekt mit dem Titel «Springtime» wird in der Wolfsburger Ausstellung gezeigt.
Hingucker: Auch dieses Objekt mit dem Titel «Springtime» wird in der Wolfsburger Ausstellung gezeigt.

Tortenschlachten, Prügeleien und irrwitzige Verfolgungsjagden: Darum dreht sich ab Samstag eine Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg.

shz.de von
24. Juli 2013, 09:13 Uhr

Bis zum 2. Februar 2014 widmen sich Werke zeitgenössischer Künstler darin dem Slapstick-Genre. Arbeiten des Aktionskünstlers John Bock aus Schleswig-Holstein oder des US-amerikanischen Konzeptkünstlers Bruce Nauman werden mit Slapstick-Szenen aus alten Filmen mit Charlie Chaplin, Buster Keaton oder Laurel und Hardy kombiniert. Der Slapstick war ursprünglich ein einfaches Theaterrequisit, das ein Schlaggeräusch imitierte. Tückische Bananenschalen und die kleinen Arglisten des Alltags haben die Stummfilm-Einlagen berühmt gemacht.

Die Künstler greifen diese Elemente in der Wolfsburger Ausstellung immer wieder auf. So installierte der kubanische Konzeptkünstler Wilfredo Prieto eine Bananenschale, die auf einem Stück Seife liegt, das wiederum auf Schmierfett schwimmt. Der Künstler Alexej Koschkarow hat eine Tortenschlacht mit insgesamt 800 Kilogramm Cremetorten in Düsseldorf gefilmt. «Wir wollen zeigen, dass die Ideen, Methoden und Motive vom Slapstick immer noch aktuell sind», sagte Ausstellungskuratorin Uta Ruhkamp. «Dabei geht es um Körperkomik und die Kunst, würdevoll zu scheitern und immer wieder aufzustehen.»

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