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Kunstaktion : Künstlerin baut Installation aus fast 2500 Spieldosen auf

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Zum bundesweit ältesten Kammermusikfestival kommen jedes Jahr Tausende an die Elbe. Die Sommerlichen Musiktage in Hitzacker locken mit Klassischem und Modernem, mit Größen und Nachwuchsmusikern. Auch eine Klanginstallation zum Mitmachen wird präsentiert.

Bei den Sommerlichen Musiktagen in Hitzacker wird in diesem Jahr auch eine Klanginstallation mit 2464 chinesischen Spieldosen gezeigt. Das Projekt «Myriad» der englischen Komponistin Rebecca Saunders ist zum Mitmachen.

«Die Komposition von 54 verschiedenen Melodien birgt unzählige Möglichkeiten akustischer Kombinationen», sagte Musiktage-Sprecherin Susanne Römer. «Die Besucher sollen sich bei «Myriad» ausdrücklich aktiv beteiligen.» So könnten kleine Klanginseln und große kollektive Melodien entstehen.

Das 2015 für die Architekturbiennale im chinesischen Shenzhen gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Martin Rein-Cano entwickelte Projekt war bereits in Hongkong und Südkorea zu sehen. In diesem Jahr wird es in Kooperation mit den Schwetzinger Festspielen erstmals in Europa gezeigt, in Schwetzingen war «Myriad» im Mai zu sehen. Die Installation ist in Hitzacker vom 30. Juli bis zum 5. August zugänglich. «Bei der Eröffnung wird eine eigens für diesen Anlass von der Künstlerin und den Festival-Akademisten entwickelte Performance uraufgeführt», kündigte Römer an.

«Myriad» bedeutet im Englischen soviel wie «unzählbar». Der Name der Klanginstallation an einer insgesamt 19 Meter langen Wand kommt nicht nur von den vielen Döschen, sondern bezieht sich vor allem auf die mannigfachen Variationen der Klänge.

Auf dem Programm der am Samstag beginnenden 72. Musiktage stehen etwa das Ensemble Resonanz, der Cellist Jean-Guihen Queyras und der Pianist Markus Becker. Auch die Quartette Ebène und Parker, die Kissinger LiederWerkstatt sowie Schauspieler Udo Samel sind eingeladen. Erstmals soll es für die Besucher Gelegenheit geben, bei Proben und musikalischen Begegnungen dabei zu sein.

In diesem Jahr sind die Künstler eingeladen, gleich mehrere Tage an der Elbe zu bleiben. Unter dem Motto «Sommerresidenz Hitzacker» sollen sie beim bundesweit ältesten Kammermusikfestival bis zum 6. August in verschiedenen Konstellationen zusammenfinden. Es ist die zweite Spielzeit von Intendant Oliver Wille (41). Der Geiger ist Professor für Streicherkammermusik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

Das seit 1946 veranstaltete Festival bietet zeitgenössische und alte Musik in klassischen und aktuellen Formaten. Präsentiert wird sie von internationalen Größen und jungen Musikern. Jedes Jahr kommen dafür rund 10 000 Besucher nach Hitzacker.

Sommerliche Musiktage Hitzacker

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erstellt am 28.Jul.2017 | 10:19 Uhr

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