Geschichte : Künstler verhüllen East Side Gallery als Protestaktion

Die Berliner East Side Gallery ist zum Teil bereits verhüllt.
Die Berliner East Side Gallery ist zum Teil bereits verhüllt.

Künstler haben die East Side Gallery in Berlin aus Protest gegen einen drohenden Teilabriss von Mauersegmenten mit Papier verhüllt. Geplant sei, dass rund 1,3 Kilometer lange Stück Mauer in Friedrichshain noch am Sonntag komplett zu überkleben, wie der Vorsitzende der Künstlerinitiative East Side Gallery, Kani Alavi, sagte.

shz.de von
08. September 2013, 16:13 Uhr

Dann wird auch eines der bekanntesten Motive, Dmitri Wrubels «Bruderkuss» zwischen Erich Honecker und Leonid Breschnew, hinter den weißen Papierstreifen verschwinden.

Man müsse «bis zur letzten Minute kämpfen», sagte Alavi. Er und seine Kollegen wollten mit der Aktion auf einen möglichen Abriss von Mauerteilen für eine Zufahrt für umstrittene Neubauten aufmerksam machen. Kritik entzündet sich vor allem an einem geplanten Hochhaus mit Luxuswohnungen. In der Vergangenheit gab es bereits zahlreiche Demonstrationen und andere Protestaktionen dagegen: Anfang September erst kam der Mitbegründer der britischen Rockband Pink Floyd, Roger Waters, zu dem Mauerstück.

1990 hatten Künstler aus aller Welt das längste erhaltene Stück Mauer mit riesigen Wandbildern bemalt. Weil die Farbe bei vielen Gemälden verblasste, wurde die East Side Gallery 2009 monatelang aufwendig restauriert.

Künstlerinitiative

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