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Strategiespiel für Kinder : Kinderspiel des Jahres 2016: Brettspiel „Stone Age Junior“ gewinnt

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Rohstoffmanagement und Aufbaustrategie – das sind normalerweise so gar keine Themen für Kinderspiele. Doch genau darum geht es in „Stone Age Junior“. Das Brettspiel wurde zum „Kinderspiel des Jahres 2016“ gewählt.

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erstellt am 20.Jun.2016 | 19:14 Uhr

Hamburg | Das Angebot an Kinderspielen wächst Jahr für Jahr. In diesem Jahr gab es allein 150 neue Spiele, die sich die achtköpfige Jury des Vereins Spiel des Jahres e.V. genauer anschaute. Flattrige Fledermäuse, flotte Grashüpfer oder Feuer speiende Drachen - besonders Tiere waren im Fokus der Ideengeber.

In Zeiten, in denen alles blinkt und piept, sind klassische Spiele eine willkommene Abwechslung: Die Umsätze des deutschen Spielemarkts bewegen sich seit Jahren stabil zwischen 300 und 350 Millionen Euro.

„Stone Age Junior" ist das „Kinderspiel des Jahres 2016“. Das Spiel ist der Nachfolger des Familienspiels „Stone Age“. Das Taktikspiel um Jäger und Sammler wurde 2008 zum „Spiel des Jahres“ nominiert, errang den 2. Platz beim „Deutschen Spiele Preis“ und wurde von der Wiener Spiele-Akademie als „Spiele Hit mit Freunden“ ausgezeichnet. 

Zehn Spiele wählte die Jury aus 150 auf ihre Empfehlungsliste: So auch ein Löwe, der seine Mähne stutzen will („Leo muss zum Friseur“) oder Mäuse, die eine Vorratskammer plündern wollen („Mmm!“). Drei Spiele wurden für den Kinderspielpreis 2016 nominiert und noch genauer auf Spielidee, Regelgestaltung, Design und Layout begutachtet.

„Leo muss zum Friseur“, „Mmm!“ und „Stone Age Junior“ überzeugten. Doch nicht nur die achtköpfige Jury testete, auch Kinder mit ihren Familien, Kindertagesstätte und Schulen schauten sich die Nominierten genauer an. 22 Schüler der Klasse 2c der Grundschule Groß Flottbek bekamen die Spiele als Projektarbeit. Sie waren am Montag bei der Bekanntgabe des Kritikerpreises mit auf der Bühne.

Autor Marco Teubner übertrage vorbildlich den Reiz des gleichnamigen Familienspiels in ein altersgerechtes Steinzeitabenteuer für jüngere Spieler. „Dabei stellt er durch Memo-Elemente geschickt Chancengleichheit zwischen den Generationen her“, so Jurymitglied Sabine Koppelberg. Nur 15 Minuten dauert eine Spielpartie. Das Spiel richtet sich an Kinder ab fünf Jahren, die gerne planen und ein gutes Gedächtnis haben.

Hintergrund: Kinderspiel des Jahres

Das „Kinderspiel des Jahres“ wurde in diesem Jahr zum 16. Mal gekürt. Seit 2001 wird jährlich ein Spiel ausgewählt, dass die Jury besonders überzeugte. Die kleine Schwester des großen „Spiel des Jahres“ richtet sich an Kinder bis acht Jahre.

Der Preis ist undotiert, doch werden die ausgezeichneten Spiele um ein Vielfaches mehr verkauft, so Jurymitglied Sabine Koppelberg. Doch darum geht es nicht. „Wir wollen Eltern und Pädagogen eine unabhängige Orientierung geben“.

Im vergangenen Jahr wurden das dreidimensionale Brettspiel „Spinderella“ zum „Kinderspiel des Jahres“ gekürt. Am 18. Juli wird in Berlin das „Spiel des Jahres“ und das „Kennerspiel des Jahres“ ausgezeichnet. Nominiert sind „Codenames“, „Imhotep“ und „Karuba“ und „Isle of Skype“, „Pandemic Legacy - Season 1“ und „T.I.M.E Stories“.

Auf den Feldern des Spielplans müssen Rohstoffe richtig eingesetzt werden, um Hütten zu bauen. Verdeckt liegende Plättchen am Spielfeldrand fordern das Denkvermögen. Wer als Erster drei Hütten errichtet hat, gewinnt. Und das war es auch, was der siebenjährigen Hanna (8) von der Grundschule Groß Flottbek besonders gefiel: „Ich mag es, wenn man gegeneinander spielt“, verriet sie. Jonathan (7) sagt: „Das Spiel ist spannend, riskant und man muss sich viel merken.“

Autor Marco Teubner gestaltete bereits „1000 und ein Schatz“, das auf der Empfehlerliste „Kinderspiel des Jahres 2011“ landete, mit „Die kleinen Drachenritter“ war er nominiert für das Kinderspiel des Jahres 2012“.

Stone Age Junior “von Marco Teubner, Hans im Glück Verlag, Schmidt Spiele, für 2 bis 4 Spieler ab fünf Jahren. Spieldauer: ca. 15 Minuten, Preis: ca. 25 Euro.
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