Ausgezeichnet : Julius-Campe-Preis für Regisseur Christian Petzold

Der Regisseur Christian Petzold versetzt ein Flüchtlingsdrama der NS-Zeit in die Gegenwart.
Der Regisseur Christian Petzold versetzt ein Flüchtlingsdrama der NS-Zeit in die Gegenwart.

Der Regisseur drehte den Spielfilm «Transit» (2018) nach dem gleichnamigen Roman von Anna Seghers. Der Preis ist u.a. mit 99 Flaschen edlen Weins dotiert.

shz.de von
19. Juli 2018, 15:29 Uhr

Der Julius-Campe-Preis des Hoffmann und Campe Verlags geht in diesem Jahr an den Regisseur Christian Petzold.

Die Auszeichnung gelte Persönlichkeiten und Institutionen, «die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben haben», teilte der Verlag am Donnerstag in Hamburg mit.

Petzold drehte den Spielfilm «Transit» (2018) nach dem gleichnamigen Roman von Anna Seghers. Der Regisseur verlegte die Geschichte um einen Deutschen, der während des Zweiten Weltkriegs vor den Nationalsozialisten nach Frankreich flieht, in die Gegenwart.

«Petzold setzt mit seinen Bildern und mit der Sprache von Anna Seghers dem heute allgegenwärtigen Diskurs über Flucht und Migration auch eine notwendige Erzählung entgegen und macht deutlich, was es heißt, in den Transitzonen dieser Welt verharren zu müssen», sagte die Verlagschefin Birgit Schmitz.

Der Preis ist mit 99 Flaschen edlen Weins und des bei Hoffmann und Campe erschienenen Faksimiles der Französischen Zustände Heinrich Heines dotiert. Der Preis wird am 12. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse verliehen.

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