Rund 150 Werke : Jörg Immendorff im Münchner Haus der Kunst

Das «Haus der Kunst» in München gilt über die Grenzen Deutschlands hinaus als eine der wichtigsten Ausstellungsstätten für Moderne Kunst.  
Das «Haus der Kunst» in München gilt über die Grenzen Deutschlands hinaus als eine der wichtigsten Ausstellungsstätten für Moderne Kunst.  

Das Haus der Kunst in München kämpft sich aus der finanziellen Krise. Umso wichtiger auch für das Renomée ist die Ausstellung, die im September beginnt: eine Retrospektive des berühmten Jörg Immendorff.

shz.de von
07. Juli 2018, 11:11 Uhr

Das Haus der Kunst in München widmet dem Düsseldorfer Künstler Jörg Immendorff im September eine große Retrospektive. Ab 14. September würden rund 150 Werke aus seinem gesamten Schaffen gezeigt, teilte das Ausstellungshaus in München mit.

Die vielversprechende Schau «Für alle Lieben in der Welt» über den 2007 verstorbenen Maler, Grafiker und Bildhauer kommt gerade zur rechten Zeit. Das Haus der Kunst kämpft immer noch mit einer finanziellen Schieflage, in die es durch falsche Entscheidungen und Management-Fehler geraten war. Es gebe de facto keine Rücklagen mehr, hieß es nun aus dem Umfeld des Hauses.

Großen Anteil an der Finanzmisere hatte neben der lückenhaften Dokumentation wichtiger Vorgänge auch die Ausstellung «Postwar: Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965» von Herbst 2016 bis Frühjahr 2017. Rund 1,2 Millionen Euro waren dafür veranschlagt. Am Ende seien es fast 4,5 Millionen Euro gewesen. Eigentlich hätte sich das Haus der Kunst diese Ausstellung nicht leisten können, so die Einschätzung von Experten.

Erst 2019 sollen bessere Zeiten anbrechen, zumal dann ein Nachfolger für den ehemaligen Direktor Okwui Enwezor gefunden sein dürfte, dessen Vertrag zum 1. Juni überraschend aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst worden war.

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