Urban Jazz : Jazzbassist Marcus Miller gibt sich «Laid Black»

Marcus Miller lässt den Bass sprechen.
Marcus Miller lässt den Bass sprechen.

Jazz hat für ihn keine Grenzen. Der New Yorker Bassist Marcus Miller legt ein Album ohne Scheuklappen vor.

shz.de von
22. Juni 2018, 17:29 Uhr

Er ist einer der ganz Großen in seinem Fach - Jazzbassist Marcus Miller muss sich schon lange nichts mehr beweisen. Der 1959 in New York geborene Musiker gilt seit den 1980ern als einer der vielseitigsten und umtriebigsten Bassisten weltweit, vielfach preisgekrönt, unter anderem mit zwei Grammys.

Nach seinem letzten Album «Afrodeezia» widmet sich Miller nun wieder der amerikanischen Jazz-Tradition. Mit «Laid Black» (Blue Note/Universal) legt der Wanderer zwischen den Welten ein vor Energie vibririendes, abwechslungsreiches Album vor. «Mit ‘Laid Black’ wollte ich die Musik nun in die Gegenwart bringen - und zwar mit Elementen der zeitgenössischen urbanen Musik. Deshalb hört man auf diesem Album neben Jazz auch Hip-Hop, Trap, Soul, Funk und Rhythm’n’Blues», so Miller.

Der funky Opener «Trip Trap» legt genau den richtigen Grundstein für diese Reise. Danach überrascht Miller mit einem Gospel-Cover von «Que Sera Sera», gesungen von Selah Sue. Und dann groovt es wieder ordentlich, bei «7-Ts» kann der Ausnahme-Posaunist Trombone Shorty in die Vollen gehen.

Dem Albumtitel alle Ehre machen dann die lässigen Tracks «Untamed» und «No Limit», bevor wir mit «Someone To Love» noch eine schöne Ballade hören. Millers Reise durch den Jazz endet mit Hip Hop und den stimmungsvollen Vocals auf «Preacher's Kid». Ein würdiger Abschluss eines starken Albums.

Im Juli kann man Marcus Miller in Deutschland auch live erleben: Tourdaten: 07.07. Ulm, Ulmer Zelt; 17.07. Ludwigsburg Scala/Jazzopen

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