„Route One“ – Livestream mit Musik : Island am längsten Tag: Mit Sigur Rós über die Ringstraße

Sigur Rós ist zur Sommersonnenwende 24 Stunden auf der Ringstraße unterwegs.
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Sigur Rós ist zur Sommersonnenwende 24 Stunden auf der Ringstraße unterwegs.

Die isländische Postrock-Band „Sigur Rós“ fährt mit dem Auto um die Insel und untermalt die Bilder mit eigener Musik. Der Name des Projekts: „Route One“.

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21. Juni 2016, 10:57 Uhr

Reykjavík | Mit dem Projekt „Route One“ (Straße 1) hat sich die isländische Postrock-Band „Sigur Rós“ (Sieg und Rose) etwas besonderes für den längsten Tag des Jahres ausgedacht. In einem „Slow TV“-Event überträgt die Gruppe im isländischen Fernsehen und live auf Youtube eine musikalische Reise entlang der Ringstraße rund um Island. Untermalt werden die Bilder der Dashcam mit Elementen aus dem neuen Song „Óveður“ (Sturm). Auf dem Song aufbauend entwickelt sich mithilfe einer Software ein 24-Stunden-Soundtrack. Noch kann man das Ereignis live verfolgen.

Die Ringstraße ist 1332 Kilometer lang. Auf ihr kann man Island einmal umrunden. Entlang der Ringstraße gibt es einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes zu sehen. Von Wasserfällen wie dem Seljalandsfoss oder dem Skógafoss bis hin zur Gletscherlagune Jökulsárlón am Rande des Vatnajökulls.

Jónsi Birgisson von Sigur Rós: „In Zeiten, in denen das Leben so schnelllebig ist, wollen wir genau das Gegenteil erreichen.“ Alles passiere in Echtzeit und sehr langsam. Sigur Rós empfehlen Vollbild und Kopfhörer.

Jón Thor Birgisson ist Frontmann der Band. Er singt teils isländisch, teils in einer Phantasiesprache. Bekannt ist er, weil er seine Gitarre mit dem Cellobogen bearbeitet.
Imago/Andreas Weihs
Jón Thor Birgisson ist Frontmann der Band. Er singt teils isländisch, teils in einer Phantasiesprache. Bekannt ist er, weil er seine Gitarre mit dem Cellobogen bearbeitet.

Die Band wurde 1994 in Islands Hauptstadt Reykjavík gegründet. Ihren Durchbruch hatte die Band Ende der 1999er Jahre mit dem Album „Ágætis byrjun“ („ein guter Anfang“). Die Band selbst bezeichnet den sphärisch-melancholischen Melodien als Slo-Mo-Rock. In der vierten Staffel der Kultserie „Game of Thrones“ hat die Band einen Kurzauftritt bei einer königlichen Hochzeit. Dort spielen sie einen kurzen Ausschnitt ihrer veränderten Version des Liedes „The Rains of Castamere“.

Insgesamt sieben Studioalben hat die Band seit 1997 veröffentlicht

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