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Soul-Sänger : In großen Fußstapfen: Son Little

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Auch nach dem Tod der grandiosen Soul-Shouter Bobby Womack und Charles Bradley muss man sich keine Sorgen um die Traditionspflege der schwarzen Musik aus den 60er und 70er Jahren machen. Weil es Singer-Songwriter wie Son Little gibt.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2017 | 13:24 Uhr

Curtis Harding, Leon Bridges, Michael Kiwanuka - es gibt einige starke junge Stimmen, die das Erbe des klassischen Soul mit traditionsbewussten Songs und Sounds pflegen. Auch Aaron Earl Livingston alias Son Little gehört in diese Reihe.

Mit «New Magic» (Anti-/Indigo) legt der junge Mann aus Los Angeles nach dem selbstbetitelten Debüt von 2015 erneut ein Album vor, dem man die Bezugnahme auf Klassiker des Genres zwar anhört, das aber nicht in Ehrfurcht erstarrt. Son Little glänzt in den elf neuen Liedern nicht nur als Sänger mit selbstbewusster, reizvoll kratziger Stimme, sondern auch als versierter Gitarrist.

Und er hat beispielsweise mit dem Opener «Kimberley's Mine», dem groovigen Garagen-Blues-Track «Charging Bull», der Ballade «Mad About You» oder der Jimi-Hendrix-Hommage «ASAP» eine spannende Mixtur im Angebot, die ihn abermals als auffälliges Songwriting-Talent präsentiert.

Dieses Talent hatte sich erstmals Anfang 2015 gezeigt, als der damals noch völlig unbekannte Son Little als Produzent von Soul- und Gospel-Legende Mavis Staples die EP «Your Good Fortune» verantwortete. Der kurz darauf folgende Erstling war dann bei aller Klasse schon keine ganz so große Überraschung mehr.

Nun baut Son Little sein Renommee mit «New Magic» weiter aus. Bis zur Größe seiner Helden Stevie Wonder und Jimi Hendrix mag er noch ein Stück vor sich haben - aber irgendeiner muss sich ja mal nach der Decke strecken... «Um die beiden Burschen ist es ein bisschen einsam da oben», sagt Livingston. In ihren Fußstapfen will er nun weitergehen. Wir sind gespannt.

Konzerte: 7.12. Köln, 8.12. Berlin, 9.12. Hamburg

Website Son Little

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