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Fernsehprogramm am Sonntag : Im ARD-„Tatort“: Mörderjagd bis aufs Äußerste

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Der Fall ähnelt einem des Münchner Tatorts im Oktober. Kommissar Ivo Batic ringt dieses Mal allerdings mit seinem Leben.

shz.de von
erstellt am 30.Apr.2017 | 12:19 Uhr

Wir erinnern uns: Im Oktober letzten Jahres ermittelten Batic und Leitmayr (Miroslav Nemec, Udo Wachveitl) in einem besonders bösen Fall. Auf offener Straße und scheinbar ohne Grund wurde Ben Schröder abgestochen. Vor den Augen seiner Frau Ayumi (Luka Omoto) und seines Sohnes Taro. Das Schlimmste daran – der Mörder konnte nie gefasst werden.

Bis jetzt. Denn nun geschieht ein ganz ähnliches Verbrechen, wird ein Mann auf einem öffentlichen Platz abgestochen. Wie durch ein Wunder überlebt er jedoch und der psychopathische Killer (Gerhard Liebmann) geht diesmal der Polizei in die Fänge.

Doch damit nicht genug. Bei der Überführung des Täters mit einem Gefangenentransport, den Batic und Leitmayr begleiten, kommt es zu einer spektakulären Flucht. Am Ende sind der Mörder und zwei Beamte tot, ringt Batic auf der Intensivstation um sein Leben und Leitmayr muss sich, ebenfalls verwundet, in einem Untersuchungsausschuss verantworten. Was war passiert? Wer hat warum auf wen geschossen?

Die rasante Story geht schon deshalb unter die Haut, weil sie Holger Joos und Erol Yesilkaya (Buch) als Retrospektive angelegt haben. Denn rückblickend muss Leitmayr im Ausschuss erklären, wie es zu den dramatischen Ereignissen gekommen ist. So kann uns Regisseur Philip Koch mit immer neuen Varianten des Hergangs schocken. Und natürlich fiebern wir mit unseren Silberlingen mit.

Hat am Ende etwa Batic den Killer erschossen, um Rache für Ayumi Schröder zu üben, die er heimlich liebt? Und überhaupt: Kann es nach all den Lügen und Geheimnissen von Batic noch eine gemeinsame Zukunft mit Leitmayr geben?

Wie sehr Regisseur Koch seinen Protagonisten bei diesem Psychodrama vertraut, zeigt sich in den Gesichtern von Nemec und Wachtveitl, die er immer wieder heranzoomen lässt und in denen sich Verzweiflung und Kampfeswille spiegeln, wie in einer aufgewühlten See.

Aber einmal mehr halten die alten Kämpen der Herausforderung stand und überzeugen mit grandiosem Spiel. Schlicht atemberaubend!

„Tatort – Der Tod ist unser ganzes Leben“, 20.15 Uhr, ARD

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