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Humboldt: Streit um Tagebücher

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Berlin | Es gibt Ärger um die Tagebücher Alexander von Humboldts: Der Münchner Anwalt Peter Prinz zu Hohenlohe, der nach eigenen Angaben sechs Miterben des Naturforschers vertritt, hat Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Verkaufsverhandlungen des kostbaren Dokuments erhoben. Ulrich von Heinz, der mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz über die Südamerika-Tagebücher Humboldts verhandelt, habe nicht nachgewiesen, dass er Alleineigentümer der Aufzeichnungen und damit zum Verkauf berechtigt sei, erklärte Hohenlohe gestern. Er vertrete sechs von mindestens 40 lebenden Miterben Humboldts. Sollte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz die Tagebücher dennoch erwerben, sei es unsicher, ob der Kauf rechtswirksam sei, erklärte Hohenlohe. In seinen Tagebüchern zeichnete Humboldt (1769-1859) auf rund 5000 Seiten seine fünfjährige Südamerika-Expedition nach. Die Stiftung Deutsche Klassenlotterie hat bereits drei Millionen Euro für den Kauf zugesagt. Das Tagebuch gilt als Schlüsseldokument zur "zweiten Entdeckung Amerikas".

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erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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