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Hauptfigur ist Antiheld : Historischer Krimi in Indien: «Ein angesehener Mann»

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Indien im Jahr 1919. Es gärt im Land. In dieser aufgeheizten Atmosphäre wird in Kalkutta ein enger Berater des Gouverneurs von Bengalen ermordet.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2017 | 12:47 Uhr

Der Debütroman «Ein angesehener Mann» des britischen Autors Abir Mukherjee ist ein großartiger Einstieg in eine neue historische Kriminalserie. In Indien, der Perle des Britischen Weltreiches, gärt es im Jahr 1919. Immer stärker werden die Forderungen nach Selbstbestimmung.

Neben den friedlichen Aktionen eines Mahatma Gandhi gibt es auch Radikale, die Attentate verüben. In dieser aufgeheizten Atmosphäre wird in Kalkutta ein enger Berater des Gouverneurs von Bengalen ermordet. Captain Sam Wyndham wird damit beauftragt, den Fall zu untersuchen, dabei läuft er Gefahr zwischen Separatisten und den politisch Mächtigen aufgerieben zu werden.

Abir Mukherjee gelingt es, in bildhafter Sprache den zerrissenen Subkontinent mit seinem Völkergemisch und das komplizierte Verhältnis der Briten zu ihrer Kolonie darzustellen. Die Hauptfigur ist ein Antiheld, traumatisiert durch den Ersten Weltkrieg und drogenabhängig, aber dennoch sympathisch, da er einer der wenigen Europäer ist, der den Einheimischen unvoreingenommen gegenübertritt.

- Abir Mukherjee: Ein angesehener Mann, Heyne Verlag, München, 512 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-453-42173-8.

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