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Heißer als die Gerüchteküche

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine der größten Gerüchteküchen schlechthin hat das Filmgeschäft. Denn hier brodelt es so richtig. Dann fragt der Koch gerne mal: „Wer dreht mit wem?“ Oder, wenn er besonders scharfe Zutaten für ein gutes Gerücht braucht: „Wer schläft mit wem?“ Und derzeit kochen die Klatschtöpfe dieser Küche fast über.

Ein Grund dafür ist die Berlinale. Fast wäre aus einem Gerücht ein atomarer Krieg geworden: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, dessen Sinn für Humor kaum jemand versteht, demzufolge offenbar auch nie Komödien sein Gefallen finden, drohte dem Filmfestival in Berlin mit „gnadenloser Bestrafung“. Der Staatschef dachte, dass die Filmsatire „The Interview“ über ein fiktives Attentat auf ihn bei der Berlinale im Programm laufe. Um diplomatische Verwicklungen zu verhindern, traf sich Festivalleiter Dieter Kosslick umgehend mit dem Botschafter Nordkoreas, um zu erklären, dass der deutsche Kinostart des Films nur zufällig auf den Tag der Festivaleröffnung fallen würde. Puh, das war knapp. Kims Finger zuckte bereits.

Zweiter Grund für die heiße Stimmung in der Gerüchteküche: Ähnlich aufgeregt wie Kim Jong Un war der Schauspieler Jeff Bridges, aber wegen einer anderen Sache. Im Internet kursierte die Nachricht, dass es eine Fortsetzung des Kultfilms „The Big Lebowski“ geben werde, in dem Bridges den kiffenden Althippie Jeffrey Lebowski, besser bekannt als Dude, spielte. Der sonst so coole Typ wurde ganz hibbelig und rief seinen Agenten an, um zu fragen: „Hey, was geht da ab?“ Der habe ihm dann erklärt, dass es sich lediglich um ein Gerücht handle. Ob dieser die Information aus der Gerüchteküche hatte, ist ungeklärt. Bridges ist nun äußerst enttäuscht. Er wäre wohl genau so bereit gewesen wie Kims Finger am roten Knopf.

Mal abwarten, welches Gerücht als nächstes aufkocht. Die Berlinale hat ja gerade erst begonnen, da kann den Köchen in der Gerüchteküche noch allerhand einfallen, wenn sie die passenden Zutaten zur Hand haben.

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