Ausgezeichnet : Heinemann-Friedenspreis für Rafik Schami

Der Schriftsteller Rafik Schami erhält den Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher 2018.
Der Schriftsteller Rafik Schami erhält den Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher 2018.

Der syrisch-deutsche Schriftsteller für sein Werk «Sami und der Wunsch nach Freiheit» ausgezeichnet werden. Der Preis erinnert an das friedenspolitische Engagement des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann. Er ist mit 7500 Euro dotiert.

shz.de von
19. Juli 2018, 14:49 Uhr

Der Schriftsteller Rafik Schami (72) erhält den Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher 2018.

Der syrisch-deutsche Autor bekomme die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung für sein Werk «Sami und der Wunsch nach Freiheit», teilte die nordrhein-westfälische Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Donnerstag in Düsseldorf mit.

«Das prämierte Buch zeigt, was es bedeutet, in einer Diktatur zu leben, und wie es trotzdem gelingt, sich für ein demokratisches und friedliches Zusammenleben einzusetzen», sagte die Ministerin. Es handelt von den Abenteuern zweier befreundeter Jungen in den Gassen von Damaskus. Es geht um den Aufstand des syrischen Volks im Jahr 2011 und große Themen wie Freiheit, Liebe, Mut und Güte.

Schami erhält die Auszeichnung - eine der wichtigsten für deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher - am 23. November im Literaturhaus in Köln. Der Preis der nordrhein-westfälischen Landesregierung erinnert an das friedenspolitische Engagement des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann. Er wird in diesem Jahr zum 35. Mal vergeben.

Schami wurde 1946 in Damaskus geboren, floh mit 25 Jahren nach Deutschland und promovierte in Heidelberg in Chemie. Er schrieb zunächst auf Arabisch und bald auf Deutsch. Für seine Bücher bekam er viele nationale und internationale Preise.

Den jährlich verliehenen Heinemann-Friedenspreis haben unter anderem die Hamburger Kinderbuchautorin Kirsten Boie und der Ire John Boyne erhalten. Im vorigen Jahr wurde das portugiesische Duo Isabel Minhós Martins und Bernardo P. Carvalho ausgezeichnet.

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