Streiter für Humanität : Heine-Preis für Palermos Bürgermeister

Leoluca Orlando 2013 bei der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreis.
Leoluca Orlando 2013 bei der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreis.

Seine Heimatstadt Palermo ist «Italienische Kulkturhauptstadt: Nicht zuletzt das Verdienst von Bürgermeister Leoluca Orlando.

shz.de von
09. Juli 2018, 13:56 Uhr

Für seinen Einsatz für Flüchtlinge und sein Eintreten gegen die Mafia erhält der Bürgermeister von Palermo, Leoluca Orlando (70), den Heine-Preis 2018 der Stadt Düsseldorf. Dies teilte die Stadt am Sonntag mit. Der mit 50 000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre verliehen.

Orlandos Einsatz bei der Aufnahme von Flüchtlingen an der Schnittstelle zwischen Afrika und Europa sei vorbildlich, hieß es in der Begründung der Jury. Auch habe er mutig und konsequent den Kampf gegen die Mafia geführt und damit seiner Heimatstadt Palermo erfolgreich das demokratische Selbstbewusstsein zurückgegeben. «Nicht zuletzt dank Leoluca Orlando ist Palermo in diesem Jahr zur "Italienischen Kulturhauptstadt" erklärt worden.»

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) erklärte: «Unter Einsatz seines Lebens hat Leoluca Orlando nicht nur den Kampf gegen die Mafia geführt: Angesichts der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer ist er auch ein glaubwürdiger und mutiger Streiter für Humanität und Menschenrechte.» Orlando gilt den Angaben zufolge als international gefragter Experte für Bandenkriminalität.

Der seit 1972 vergebene Preis erinnert an den in Düsseldorf geborenen Dichter Heinrich Heine (1797-1856). Der Preis soll im Dezember, an einem Termin rund um Heinrich Heines 221. Geburtstag (13. Dezember), in einem Festakt überreicht werden. Der genaue Termin wurde noch nicht mitgeteilt.

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