US-Bürgerrechtsaktivistin : Haus von Rosa Parks reist von Berlin zurück in die USA

Ryan Mendoza vor dem Haus von Rosa Parks im April 2017 in Berlin. Der Künstler hatte das Haus vor dem Verfall gerettet und nach Berlin gebracht. /Archiv
Ryan Mendoza vor dem Haus von Rosa Parks im April 2017 in Berlin. Der Künstler hatte das Haus vor dem Verfall gerettet und nach Berlin gebracht. /Archiv

Im Berliner Bezirk Wedding hatte es für eine Weile eine Bleibe gefunden und wurde von vielen besichtigt. Nun kehrt das Haus der US-Bürgerrechtsaktivistin Rosa Parks wieder zurück in die USA.

shz.de von
20. Januar 2018, 14:12 Uhr

Das Haus der US-Bürgerrechtsaktivistin Rosa Parks (1913-2005), das ein Künstler mehrere Monate lang in seinem Garten in Berlin ausgestellt hatte, kehrt zurück in die USA.

Das auseinandergebaute Haus werde über den Atlantik verschifft, sagte der Direktor des Zentrums für Sklaverei- und Gerechtigkeitsstudien der renommierten Brown University im Bundesstaat Rhode Island, Anthony Bouges, der Deutschen Presse-Agentur. Ab April soll es gemeinsam mit einer großen Ausstellung über Parks in der Stadt Providence zu sehen sein.

Auch Fabia Mendoza, die Ehefrau des Künstlers Ryan Mendoza, der das Projekt begonnen hatte, bestätigte das Vorhaben gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der seit langem in Berlin lebende Amerikaner Ryan Mendoza hatte das Haus von Rosa Parks in Detroit vor dem Abriss gerettet und auf seinem Grundstück im Stadtteil Wedding wiederaufgebaut, wo es sich hunderte Menschen anschauten. Parks gilt als Ikone der schwarzen US-Bürgerrechtsbewegung, seit sie sich 1955 weigerte, ihren Platz im Bus für einen Weißen zu räumen

Die Ausstellung in Providence sei zunächst bis Juni geplant, sagte Bouges von der Brown University. Wie es danach mit Parks' Haus weitergehe, sei noch unklar. Er wünsche sich aber, dass es in den USA bleiben könne.

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