Sagenhaft : Großartiger Schauerroman: «Lost Souls»

Eine Archäologin versucht, die historischen Fakten hinter dem «Rattenfänger von Hameln» zu ergründen. Da verschwindet ihre Adoptivtochter.

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07. August 2018, 11:53 Uhr

Die Archäologin Jessika Raapke ist gerade mit ihrer Adoptivtochter nach Hameln gezogen. Da wird bei Bauarbeiten in einer Kirche ein unterirdischer Raum mit einem uralten Sarg entdeckt. Einer der Bauarbeiter wird dabei von einem Schwarm riesiger Ratten getötet.

Bei ihren Untersuchungen findet Jessika Hinweise auf den legendenhaften Rattenfänger von Hameln. Irgendetwas geht hier vor sich, das man nicht als Hirngespinst abtun kann. Denn immer wieder werden nun Menschen von Rattenschwärmen angegriffen und getötet.

Während Jessika versucht, die historischen Fakten hinter der Rattenfänger-Fabel zu ergründen, verschwindet ihre Adoptivtochter.

«Lost Souls» von Thomas Finn ist ein großartiger Schauerroman, in dem regionale Sagen und Legenden kongenial zu einer spannenden und gruseligen Geschichte verschmolzen werden. Das einzige Ärgernis ist die Unsitte von Verlagen, zur vermeintlichen Attraktivitätssteigerung Romanen völlig sinnentleerte englischsprachige Titel zu verpassen, die zum Inhalt überhaupt keinen Bezug haben.

- Thomas Finn: Lost Souls, Knaur Verlag, München, 528 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-426-52176-2.

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