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Neuland : Grabsteine aus der Steinzeit entdeckt

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Bauarbeiten im Saalekreis haben mehrere tausend Jahre alte Gräber zu Tage gefördert. Das Besondere: Auch die dazugehörigen Grabsteine sind erhalten. Ein Novum für die Archäologen.

Archäologen haben 4400 bis 4800 Jahre alte Gräber samt Grabsteinen aus der Steinzeit bei Beuna (Sachsen-Anhalt) entdeckt.

«Steinmarkierungen von Gräbern aus dieser Zeit, vergleichbar mit unseren heutigen Grabsteinen, sind absolutes Neuland in der archäologischen Forschung», sagte Projektleiterin Susanne Friederich am Mittwoch. «Natürlich stehen auf diesen Steinen nicht die Namen der Toten, sondern es sind unbehauene Felsgesteine.»  

Die sechs Gräber wurden vor einem Straßenneubau freigegraben. «Vielleicht gab es ja noch zu jedem Grab neben dem Stein weitere Markierungen, wie ein Stock oder ein Busch - aber das hätte sich nicht erhalten», erklärte Friederich. Klar sei, dass jenen Menschen die letzte Ruhestätte ihrer Toten sehr wichtig gewesen sei.

Die in den Gräbern bestatteten Menschen stammen den Archäologen zufolge aus den Epochen der Schnurkeramik sowie der Glockenbecherzeit. Die Namen sind nach den typischen Gefäßformen jener Zeit, Muster mit einer Schnur in den Ton gedrückt sowie Keramik in Form von Glocken, benannt.

Landesmuseum für Vorgeschichte

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erstellt am 12.Jul.2017 | 15:32 Uhr

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