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„Körper und Seele“ : Goldener Bär für Liebesfilm aus Ungarn

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Mit den Schauspieler-Bären wurden der Österreicher Georg Friedrich und die Südkoreanerin Kim Min-hee geehrt.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2017 | 20:10 Uhr

Der Goldene Bär der 67. Berlinale geht an den ungarischen Liebesfilm „Körper und Seele“ („Teströl és lélekröl“) von Ildikó Enyedi. Das gab die internationale Jury unter Vorsitz des niederländischen Regisseurs Paul Verhoeven („Elle“, „Basic Instinct“) am Samstagabend in Berlin bekannt. Ungarn holte den Goldenen Bären zuletzt vor 42 Jahren. Die Regisseurin Márta Mészáros gewann die Trophäe im Jahr 1975 für ihren Film für „Die Adoption“.

Mit den Schauspieler-Bären wurden bei der Gala im Berlinale-Palast der Österreicher Georg Friedrich und die Südkoreanerin Kim Min-hee geehrt. Der finnische Kultregisseur Aki Kaurismäki erhielt für sein als Bären-Favorit gehandeltes Flüchtlingsdrama „Die andere Seite der Hoffnung“ den Preis für die beste Regie.

Friedrich nahm den den Silbernen Bären für seine Rolle in „Helle Nächte“ entgegen. In dem Roadmovie des Berliner Regisseurs Thomas Arslan spielt Friedrich einen Vater, der sich seinem Teenager-Sohn nach langer Trennung wieder annähern will. Die beiden anderen im Wettbewerb vertretenen deutschen Filmemacher Volker Schlöndorff („Rückkehr nach Montauk“) und Andres Veiel („Beuys“) gingen leer aus.

Der Silberne Bär für die beste Schauspielerin ging an die Südkoreanerin Kim Min-hee. Sie spielt in „On the Beach at Night Alone“ („Bamui haebyun-eoseo honja“) von Hong Sang-soo eine junge Frau auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und der Liebe. Den Großen Preis der Jury holte der Franzose Alain Gomis mit seiner im Kongo spielenden Emanzipationsgeschichte „Félicité“.

Der Film „Ghost Hunting“ („Istiyad Ashbah“) des palästinensischen Regisseur Raed Andoni bekommt den erstmals verliehenen Silbernen Bären für die beste Dokumentation. Der Preis ist mit 50 000 Euro dotiert.

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