Goldene Palme für "La vie dAdèle"

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27. Mai 2013, 03:59 Uhr

Cannes | Die Goldene Palme geht in diesem Jahr an den französischen Film "La vie dAdèle" von Abdellatif Kechiche (Foto). Das gab die Jury gestern Abend zum Abschluss der 66. Festspiele in der südfranzösischen Stadt bekannt. Kechiche legte mit seinem Film ein stark gespieltes Porträt einer jungen Frau vor. Im Mittelpunkt steht die junge Adèle, die sich erst für Männer interessiert, bis Emma in ihr Leben tritt. Kechiche folgt Adèle, wie sie und Emma sich annähern, wie die beiden ein Paar werden, wie sie sich im Laufe der Jahre voneinander entfernen. Faszinierend ist dabei vor allem die Hauptdarstellerin Adèle Exarchopoulos. Ungewöhnlich sind auch die langen, ausführlich gezeigten Sex-Szenen der beiden Frauen. Doch trotz des Themas Frauenliebe legt Kechiche kein Werk vor, das sich als Film über ein lesbisches Paar zusammenfassen ließe, sondern vielmehr die universelle Geschichte einer großen Liebe erzählt.

Der zweitwichtigste Preis, der Große Preis der Jury, ging in diesem Jahr an "Inside Llewyn Davis" von den amerikanischen Brüdern Ethan und Joel Coen. Den Regie-Preis bekam der Mexikaner Amat Escalante für seinen Film "Heli". Als beste Schauspielerin wurde Bérénice Bejo für ihre Rolle in "The Past" des Iraners Asghar Farhadi ausgezeichnet, als bester Schauspieler Bruce Dern in "Nebraska" des US-Regisseurs Alexander Payne. Im diesjährigen Wettbewerb hatten 20 Filme um die Preise konkurriert. Vorsitzender der Jury war Regisseur Steven Spielberg.

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