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Kultur : Georg Baselitz: Altern als Künstler ist peinlich

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Paris (dpa) – Der Malerfürst Georg Baselitz (75) hat Angst vor dem Altern als Künstler. «Wenn ein Künstler alt wird, kann er das in seiner Malerei nicht verstecken. Das ist peinlich», sagte Baselitz in Paris. Er habe sich deshalb gut gewappnet und den psychologischen Blick in seinen jüngsten Werken völlig ausgeblendet.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2013 | 14:41 Uhr

Er habe wie ein Maler gearbeitet, der experimentiert, erklärte er. Das Ergebnis sind seine abstrakten schwarzen Bilder, die er Anfang des Jahres in Deutschland zeigte. Am Samstagabend hat der deutsche Star in der 5000 Quadratmeter großen Pariser Dependance der Galerie des Österreichers Thaddaeus Ropac nun der französischen Kunstwelt sein Spätwerk präsentiert.

Die Alterswerke von Pablo Picasso oder Joan Miró seien peinlich. Er hoffe nicht, dass man so etwas über sein Spätwerk sage. «Die Farbe Schwarz bringt keine Trauer zum Ausdruck, sondern Experimentierfreudigkeit», betonte der Maler. Die neue Schaffensphase des Künstlers bricht mit seinen berühmten bunten Kopfbildern und Figuren. Er habe die bunten Farben solange mit Schwarz vermischt, bis dieses Ergebnis herausgekommen sei. Dabei seien immer mehr Bildelemente weggefallen, wie die Potenz im Alter, fügte Baselitz schmunzelt hinzu. Die Werke, mehr als 40 Gemälde und Papierarbeiten, sowie fünf bis zu drei Meter hohe Holzskulpturen sind bis zum 31. Oktober zu sehen.

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