#MeToo : Geoffrey Rush zieht sich von Theaterproduktion zurück

Geoffrey Rush geht durch schwierige Zeiten.
Geoffrey Rush geht durch schwierige Zeiten.

Der Schauspieler sieht sich mit Belästigungsvorwürfen konfrontiert. Seitdem leidet Geoffrey Rush unter Angstzuständen. Das raubt ihm auch die Kraft für die Arbeit.

shz.de von
10. Juli 2018, 10:54 Uhr

Der australische Schauspieler und Oscar-Preisträger Geoffrey Rush zieht sich im Streit um Belästigungsvorwürfe von einer Produktion des Shakespeare-Stücks «Was ihr wollt» der Melbourne Theatre Company zurück.

Zur Begründung nannte der 67-Jährige seine «derzeitige Situation und ärztlichen Rat», wie die Theatergruppe mitteilte. Er werde nicht die Rolle des Malvolio spielen. «Ich weiß, dass ich nicht den nötigen kreativen Geist und das professionelle Durchhaltevermögen für das Projekt hätte», sagte Rush demnach weiter. Das Stück sollte am 12. November Premiere feiern.

Der Schauspieler geht derzeit gerichtlich gegen die australische Tageszeitung «Daily Telegraph» vor. Das Blatt hatte ihm vorgeworfen, sich bei einer Produktion von Shakespeares «König Lear» im Jahr 2015 unangemessen gegenüber einer Schauspielerin verhalten zu haben. Was genau er getan haben soll, ist nicht bekannt. Der 67-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Sein Anwalt hatte dem Gericht im April mitgeteilt, sein Klient leide seit den Vorwürfen an Angstzuständen.

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