Nordische Filmtage Lübeck : Frisches Kino aus dem "Skandikum"

Der preisgekrönte Film 'Of Horses and Men' des isländischen Regisseurs Benedikt Erlingsson wird zu Beginn der diesjährigen Nordischen Filmtage gezeigt.
Der preisgekrönte Film "Of Horses and Men" des isländischen Regisseurs Benedikt Erlingsson wird zu Beginn der diesjährigen Nordischen Filmtage gezeigt.

Viele Debütwerke des Films aus Skandinavien und dem Baltikum zeigen die 55. Nordischen Filmtage Lübeck vom 30. Oktober bis zum 3. November.

shz.de von
08. Oktober 2013, 16:27 Uhr

Mit 160 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen zeige das Festival eine breite Auswahl des aktuellen nordischen Kinos, sagte die künstlerische Leitern der Filmtage, Linde Fröhlich, am Dienstag. Seine Premiere wird der erste Lübecker Beschwerdechor erleben, der die von der Lübecker Musikhochschule vertonten Ärgernisse der Bürger vortragen wird. Eröffnet werden die Filmtage mit dem isländischen Spielfilm „Of Horses and Men“.

Allein 15 Spielfilme wetteifern um den mit 12.500 Euro dotierten NDR-Filmpreis, eine der acht Auszeichnungen der Filmtage, die am 2. November bei der Filmpreisnacht verliehen werden. Darunter sind neun Filme, die in Lübeck ihre Deutschlandpremiere feiern, zwei Filme sind als Europapremiere und zwei als internationale Premiere zu sehen.

„Viele der Filmemacher und Regisseurinnen stellen junge Helden in den Mittelpunkt, die lautstark auf sich aufmerksam machen und dafür oft die Musik als Mittel wählen“, sagte Fröhlich. Skandinavischen Kriminalfilmen widmet sich ein „Crime Special“.

Gezeigt werden unter anderem brandneue Romanverfilmungen wie „Erbarmen“, Mikkel Nørgaards Verfilmung des Buch-Bestsellers von Jussi Adler-Olsen, Camilla Läckbergs Film „Engel aus Eis“ sowie der Politthriller „Der Scharfschütze“, den die in Lübeck ausgezeichnete Regisseurin Annette K. Olesen mit Trine Dyrholm nach einem Original-Drehbuch inszeniert hat. In einem „Kunst Special“ widmen sich zwei neue Dokumentarfilme Leben und Werk des norwegischen Malers Edvard Munch, der durch seinen Förderer, den Lübecker Arzt Max Linde, eine enge Beziehung zur Hansestadt hatte.

Aus allen skandinavischen und baltischen Länder stammen die Beiträge des Kinder- und Jugendfilmprogramms. Die Auswahl stelle erneut die große Bandbreite und den Mut der nordischen Länder zu modernen Stoffen in diesem Genre dar, sagte Fröhlich. Die Nordischen Filmtage Lübeck gelten als europaweit größte Werkschau für Filme aus Nord- und Nordosteuropa außerhalb Skandinaviens. 2012 wurden 27 500 Besucher gezählt.

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