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NDR2-Comedy : Erster Rundgang bei den Freeses

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die erste Folge der neuen NDR2-Comedy „Wir sind die Freeses“ wurde am Montagmorgen um 7.17 Uhr ausgestrahlt. Der Rundgang durch die Wohnung der vier Bewohner macht Lust auf mehr, bot aber noch keinen Überaschungseffekt.

Flensburg | Die neue NDR2-Comedy startet mit einem Klingeln an der Tür. „Bianca, der NDR“, tönt es von Rosi Freese. Vor der Tür warten „Herr Altenburg und Team“. Der Macher von „Frühstück für Stefanie“ und sein nicht namentlich erwähnter Kollege werden herzlich begrüßt. „Sind sie Chinese?“, fragt Rosi den neuen Kollegen. „Ich bin von hier, aber meine Eltern kommen aus Hong Kong“, stellt sich Altenburgs Kollege vor. „Macht ja nichts“, sagt Mutti Freese. Man sieht es halt – die Abstammung. Andreas Altenburg hat mit „Frühstück bei Stefanie“ eine Kult-Comedy geschaffen. „Wir sind die Freeses“ heißt der Nachfolger aus der Feder des Comedians. Am Montagmorgen um 7.17 Uhr lief die erste Folge der neuen Serie.

Worum geht es nach der Begrüßung? Zusammen mit der Familie soll die Wohnung nochmals inspiziert werden, bevor dort demnächst auf Sendung gegangen werden soll. „Rundgang“ heißt die Episode aus dem Mehrgenerationenhaus der „Freeses“. Die Nachfolger der legendären Imbiss-Schnacker von „Frühstück bei Stefanie“ bei NDR2 haben bereits vom Start weg einen schweren Stand. Die Facebook-Nutzer sind nach der Erstausstrahlung bereits kritisch.

Foto: Screenshot/Facebook

Rosi, Sven und Bianca Freese muss man jedoch erst einmal die Chance geben, sich zu profilieren. Auch Stefanie und ihre Freunde benötigten ein halbes Jahr, um den Nerv der Zuhörer zu treffen.

Foto: Screenshot/Facebook

Die Wohnungsbegehung zusammen mit Macher Andreas Altenburg und seinem Team dient der Vorstellung der Familie und der Räume. Vom Flur geht es in die große Küche, wo sich in Zukunft das Leben der Freeses abspielen wird. Von Strategien zur Alltagsbewältigung über tagesaktuelles Geschehen bis hin zu philosophischen Extrempositionen wird in neuer Form da weiterdiskutiert, wo „Frühstück bei Stefanie“ aufgehört hat. Dabei bleiben die Stimmen irgendwo vertraut. Vieles ist also ähnlich. Daher liest man auch andere Reaktionen im Netz.

Foto: Screenshot/Facebook

Nach der Küche geht es in Rosis Zimmer. „Schön“, lautet das Urteil des Teams. Die Tür zu Sohnemann Svens Raum geht auf. Der 10-Jährige „stapelt viel“, sagt Helikoptermutter Bianca.

Foto: Screenshot/Facebook
 

Der nächste Raum ist „gemütlich und trotzdem irgendwie…ja.“. Dort wohnt Bianca Freese. Hier passiert laut Rosi „nichts“, Mikrofone scheinen überflüssig. „Wann hattest du denn hier ma…“. Rosi wird konkret: „Schluck nicht immer deine Gefühle, dann lernst du auch mal nen Mann kennen“, wird die alleinerziehende Bianca von ihrer Mutter angewiesen.

Als nächstes wird an der Klotür geruckelt. Es ist besetzt. Sven, der Stapler, wird von seiner Mutter gleich mal angewiesen, es alleine auf der Toilette zu versuchen, nachdem er „Mama?!“ ruft. Man hört die Spülung. „Geht doch“.

Foto: Screenshot/Facebook
 

Die Freeses teilen sich die untere Etage des Hauses, Untermieter Heiko „Snäcki“ Postel wohnt oben. Die erste Folge der Freeses zeigt, dass hier keinesfalls eine „normale“ Familie wohnt. Rosi Freese ist Besitzerin des Hauses, das noch ihr „erster Mann“ gebaut hat. Bianca, 30 Jahre, hat nur ihren Sohn und die Mutter. Der Untermieter ist noch nicht in Erscheinung getreten und wird vermutlich morgen vorgestellt. Der „Frühstück-bei-Stefanie“-Kenner braucht also etwas Geduld, bis die Freeses in Fahrt kommen.

Der erste Eindruck macht durchaus Lust auf mehr. Die Pilotfolge überzeugte aufgrund ihrer Funktion als „Vorstellungsfolge“ natürlich noch nicht mit derbem Humor, sondern gibt erste Eindrücke der Charaktere und der Räume. Der erhoffte Knalleffekt blieb jedoch aus. Die Freeses können nicht nahtlos an den Vorgänger anknüpfen. Die typisch norddeutsche Familie wird jedoch mit Sicherheit bereits am Ende der Woche die ersten Herzen der „Frühstück-bei-Stefanie“-Fans gewonnen haben.

Zum Vergleich: Die letzte Folge von „Frühstück bei Stefanie“ wurde fast 54.000 Mal auf Youtube geklickt. Dahin müssen die Freeses erst noch kommen. Das braucht Zeit. 

Die legendäre Comedy wurde im Juni noch groß verabschiedet, auch auf Twitter.

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erstellt am 08.Sep.2014 | 14:08 Uhr

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