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Neu im Kino: “White House Down“ : Emmerich bläst zum Angriff auf das Weiße Haus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es knallt, kracht und brennt: Star-Regisseur Roland Emmerich liefert mit seinem neuen Film “White House Down“ spannendes Popcorn-Kino mit gut gemachten Effekten.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Roland Emmerich kann es einfach nicht lassen: Zum dritten Mal greift der deutsche Blockbuster-Regisseur das Weiße Haus an. In seinem Science-Fiction-Werk „Independence Day“ (1996), machten Außerirdische ganz Washington platt. In dem Katastrophenfilm „2012“ ließ der gebürtige Stuttgarter das Machtzentrum von einem Flugzeugträger getragen auf einer mächtigen Flutwelle zerstören. Nun besorgen Terroristen in „White House Down“ den Rest.

Emmerich trägt dick auf. Eigenhändig soll der Ex-Soldat und Polizist John Cale (Channing Tatum) den US-Präsidenten James Sawyer (Jamie Foxx) aus der Hand von schwer bewaffneten Terroristen retten, die das Weiße Haus gestürmt haben. Gleichzeitig sorgt sich Cale um seine 11-jährige Tochter Emily (Joey King), die von den Bösewichten mit anderen Touristen bei einer White-House-Besichtigung als Geisel festgehalten wird. Noch dazu muss er ein nukleare Armageddon verhindern.

Es knallt, kracht und brennt. Emmerich fährt schweres Geschütz auf, doch neben den ausgefeilten Spezialeffekten kommen Witz und die Gefühle der Protagonisten nicht zu kurz. „White House Down“ ist 137 Minuten lang kurzweilige, spannende Popcorn-Movie-Unterhaltung, mit politischem Witz gewürzt. Jamie Foxx, der zuletzt als befreiter Sklave in Quentin Tarantinos „Django Unchained“ Furore machte, nimmt als Präsident Sawyer Barack Obamas Züge an.

„White House Down“ hat einen verblüffend ähnlichen Plot wie „Olympus has Fallen – Die Welt in Gefahr“. Der Actionthriller von US-Regisseur Antoine Fuqua („Training Day“) über ein Terror-Inferno im Weißen Haus kam im Juni in die deutschen Kinos. Doch Emmerichs Film trumpft mit besser gemachten Effekten, intelligenteren Plots und witzigem Buddy-Humor zwischen dem Präsidenten und seinem Retter auf. Statt mit patriotischem Pathos legt Emmerich das Weiße Haus mit satirischem Witz in Schutt und Asche.

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