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Ein Zauberberg zwischen den Meeren

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Schleswig | Thomas Manns Jahrhundertroman "Der Zauberberg" als knapp 90-minütiges Theaterstück? Das Factory Theater macht es möglich. Für die szenische Installation "der zauber/berg" nach der Bühnenfassung von Vera Sturm und Hermann Beil reduziert Regisseurin Gaby Schelle den Stoff auf die Entwicklung des Protagonisten Hans Castorp.

Wie in den vergangenen Sommern, in denen das Factory Theater mit einer Produktion zum Festival-Schwerpunkt in Schleswig-Holstein unterwegs war, werden auch in diesem Jahr imposante historische Räumlichkeiten zu Spielorten umfunktioniert, darunter der Kreuzstall von Schloss Gottorf, das Jüdische Museum in Rendsburg und die Jugendstilschwimmhalle Schloss Plön.

Der rote Faden der mit Musik des estnischen Komponisten Arvo Pärt unterlegten Spielhandlung ist schnell erzählt: Castorp, einziger Spross einer Hamburger Kaufmannsfamilie, besucht seinen Vetter im Lungensanatorium von Davos. In der von Krankheit und Tod geprägten Atmosphäre verliert der junge Mann den Bezug zur Realität. Freiwillig verweilt er sieben Jahre lang in einer unwirklichen Zeitlosigkeit. "Es ist die Geschichte der Verführung eines nicht gefestigten Menschen, für den die Scheinwelt im Sanatorium zur Realität wird", erzählt Schelle. > Schloss Gottorf, Kreuzstall, Premiere morgen, 19.30 Uhr. Karten gibt es an der Tageskasse und unter kasse@schloss-gottorf.de

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erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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