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Kampfansage : Didier Eribon wettert weiter gegen Präsident Macron

vom

Der französische Soziologe und Autor Didier Eribon hat die Frankfurter Buchmesse genutzt, um mit der Politik des französischen Präsidenten abzurechnen. Dessen neo-liberale Haltung sei unerträglich, sagte er am Mittwoch in Frankfurt.

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2017 | 16:23 Uhr

Der französische Soziologe und Autor Didier Eribon («Gesellschaft als Urteil») hat die Frankfurter Buchmesse zu einer politischen Abrechnung mit Präsident Emmanuel Macron genutzt. Dessen neo-liberale Haltung sei unerträglich, sagte er am Mittwoch in Frankfurt.

Geld von den Armen zu nehmen und es den Reichen zu geben, sei nicht der richtige Weg, um ein Europa der Kultur und des Buches aufzubauen. Gegen dieses Vorgehen werde er kämpfen. «Ich möchte nicht, dass die charmanten Banker an der Macht sind - das hat für mich überhaupt keinen Charme», sagte Eribon.

Erst am Vortag war er aus Protest der offiziellen Eröffnung der weltgrößten Bücherschau ferngeblieben. Dort hatte Marcon gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die kulturellen Bindungen beider Länder beschworen und auf die Bedeutung von Bildung hingewiesen. Frankreichs Regierung will die Vermögenssteuer auf Immobilienbesitz reduzieren. Dadurch soll Kapitalvermögen entlastet werden - in der Hoffnung, dass es in die Wirtschaft investiert wird.

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