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Lola-Verleihung im Fernsehen : Deutscher Filmpreis 2017: Das sind die Nominierungen

vom

Favoriten sind unter anderem „Toni Erdmann“ und „Die Blumen von gestern“. Ausgestrahlt wird die Verleihung um 22.50 Uhr.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2017 | 10:18 Uhr

Berlin | Großer Auftritt für die Stars der Filmbranche. Mehr als 2000 prominente Gäste werden am Freitag (28. April) zur Lola-Verleihung in Berlin erwartet. Kinofilme, die teils auch im Ausland Furore machten, gehören zu den Favoriten für den 67. Deutschen Filmpreis. Schauspielerin und Musikerin Jasmin Tabatabai moderiert die Gala im Palais am Funkturm. Und mit Oscar-Preisträger und Trump-Kritiker Michael Moore („Bowling for Columbine“, „Michael Moore in TrumpLand“) als Laudator wird es garantiert auch wieder politisch auf der Bühne. Das ZDF strahlt die Lola, die als deutsches Pendant zum amerikanischen Oscar gilt, am selben Abend um 22.50 Uhr aus.

Hintergrund: Der Deutsche Filmpreis

Bereits seit 1951 wird der Deutsche Filmpreis verliehen - er gilt als die renommierteste Auszeichnung für den deutschen Film. Die Lola ist mit insgesamt knapp drei Millionen Euro Preisgeldern der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Die Verleihung wird jährlich im Wechsel von ARD und ZDF vergeben. (Quelle: dpa/Wikipedia)

Mit Maren Ades Tragikomödie „Toni Erdmann“ geht ein absoluter, bereits vielfach prämierter Kritikerliebling ins Lola-Rennen - der allerdings die Goldene Palme in Cannes und den Oscar trotz Favoritenrolle verpasste. Im Rennen um die meisten Nominierungen beim Deutschen Filmpreis wurde das Vater-Tochter-Drama mit Sandra Hüller und Peter Simonischek von einem anderen Film überholt: Das ironische Drama „Die Blumen von gestern“ von Chris Kraus geht mit gleich acht Nominierungen an den Start.

Der Trailer von Toni Erdmann:

Der Trailer von „Die Blumen von gestern“:

Der Film mit Lars Eidinger als krisengeschütteltem Holocaust-Forscher hängte damit Nicolette Krebitz' beim amerikanischen Sundance-Festival gelaufenes Drama „Wild“ (sieben Nominierungen) und überraschend auch Ades „Toni Erdmann“ (sechs Nominierungen) ab. Alle drei Filme sind für den besten Spielfilm nominiert.

Über die Lola-Gewinner entscheiden die 1850 Akademie-Mitglieder.

Die Übersicht über die nominierten Filme:

Bester Spielfilm (Nominierungsprämie je 250.000 Euro):

Film Regisseur
„Die Blumen von gestern“ Chris Kraus
„Wild“ Nicolette Krebitz
„Toni Erdmann“ Maren Ade
„Willkommen bei den Hartmanns“ Simon Verhoeven
„24 Wochen“ Anne Zohra Berrached
„Tschick“ Fatih Akin

Bester Kinderfilm (Nominierungsprämie je 125.000 Euro):

Film Regisseur
„Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ Andreas Dresen
„Auf Augenhöhe“ Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf

Bester Dokumentarfilm (Nominierungsprämie je 100.000 Euro):

Film Regisseur
„Berlin Rebel High School“ Alexander Kleider
„Cahier Africain“ Heidi Specogna
„No Land's Song“ Ayat Najafi

Beste weibliche Hauptrolle:

Schauspielerin Film
Sandra Hüller „Toni Erdmann“
Julia Jentsch „24 Wochen“
Lilith Stangenberg „Wild“

Beste männliche Hauptrolle:

Schauspieler Film
Lars Eidinger „Die Blumen von gestern“
Peter Simonischek „Toni Erdmann“
Bruno Ganz „In Zeiten des abnehmenden Lichts“

Beste weibliche Nebenrolle:

Schauspielerin Film
Fritzi Haberlandt „Nebel im August“
Christiane Paul „Die Welt der Wunderlichs“
Sigrid Marquardt „Die Blumen von gestern“
Eva Löbau „Einsamkeit und Sex und Mitleid“

Beste männliche Nebenrolle:

Schauspieler Film
Georg Friedrich „Wild“
Martin Feifel „Die Welt der Wunderlichs“
Rainer Bock „Einsamkeit und Sex und Mitleid“

Beste Regie:

Regisseur Film
Maren Ade „Toni Erdmann“
Chris Kraus „Die Blumen von gestern“
Anne Zohra Berrached „24 Wochen“
Nicolette Krebitz „Wild“

Bestes Drehbuch:

Drehbuchautor Film
Maren Ade „Toni Erdmann“
Chris Kraus „Die Blumen von gestern“
Anne Zohra Berrached und Carl Gerber „24 Wochen“
Lars Montag und Helmut Krausser „Einsamkeit und Sex und Mitleid“

Auszeichnungen, die bereits feststehen:

Kategorie Gewinner
Besucherstärkster Film des Jahres „Willkommen bei den Hartmanns“ von Simon Verhoeven
Ehrenpreis Schnittmeisterin Monika Schindler („Nachtgestalten“, „Freier Fall“)
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