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89. Academy Awards : Das sind die Oscar-Gewinner 2017

vom

Das Drama „Moonlight“ bekommt den Oscar für den besten Film. Alle Preisträger in der Übersicht.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 10:15 Uhr

Los Angeles | In Hollywood sind in der Nacht zum Montag zum 89. Mal die Oscars vergeben worden. Das Drama „Moonlight“ von Barry Jenkins ist mit dem Oscar als bester Film ausgezeichnet worden. Das gab die Filmakademie in Hollywood bekannt. Zuvor war fälschlicherweise verkündet worden, dass das Musical „La La Land“ gewonnen habe. Das Filmteam und die Zuschauer waren verwirrt, als das Versehen bekannt wurde - hier geht es zum Video der Szene.

„Moonlight“ über das Heranwachsen eines jungen Schwarzen gewann insgesamt drei Oscars. Der deutsche Trailer des Gewinners:

Noch mehr Auszeichnungen gingen allerdings an „La La Land“. Das nostalgische Werk von Regisseur Damien Chazelle gewann sechs Oscars, darunter in den Kategorien für Regie, Filmmusik und Kamera. Seine Hauptdarstellerin Emma Stone wurde ebenfalls ausgezeichnet. Mit 14 Nominierungen war „La La Land“ als großer Favorit ins Rennen gegangen. Chazelle ist mit 32 Jahren der jüngste Regisseur, der je mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Maren Ade geht leer aus

Die deutschen Hoffnungen hingegen wurden enttäuscht: Maren Ade ging mit ihrer Tragikomödie „Toni Erdmann“ leer aus. Der Auslands-Oscar ging stattdessen an den iranischen Beitrag „The Salesman“ von Asghar Farhadi. Auch für den deutschen Dokumentarfilmer Marcel Mettelsiefen und den Komponisten Hauschka gab es keine Oscars.

Als bester Darsteller wurde Casey Affleck für seine Rolle im Drama „Manchester by the Sea“ ausgezeichnet. Darin spielt er einen traumatisierten Mann, der nach dem Tod seines Bruders in seine Heimatstadt zurückkehrt.

In den Schauspielerkategorien wurden als beste Nebendarsteller zwei Schwarze ausgezeichnet: Mahershala Ali gewann für seine Leistung in dem Drama „Moonlight“. Darin spielt der 43-jährige US-Amerikaner einen Drogenhändler und Ersatzvater für einen jungen schwarzen Heranwachsenden. Bei den Frauen wurde Viola Davis ausgezeichnet. Die 51-Jährige gewann für ihre Leistung in dem Drama „Fences“ von Regisseur Denzel Washington, der auch in dem Film selbst die Hauptrolle spielt. Das Drama „Fences“ erzählt von einem afroamerikanischen Paar in den USA der 1950er Jahre.

Hintergrund: So viele schwarze Preisträger wie selten

Die erste Oscar-Gala in der Ära Donald Trump war politisch nicht so laut wie erwartet, hat mit der Auswahl der Preisträger aber ein starkes Zeichen pro Vielfalt gesetzt. Nachdem es im vergangenen Jahr heftige Kritik an der Auswahl der Nominierten gegeben hatte - die Oscars seien zu weiß -, gab es diesmal so viele schwarze Preisträger wie selten zuvor. Außerdem erhielt mit Mahershala Ali erstmals ein muslimischer Schauspieler einen Oscar, wie US-Medien berichteten.

Der Gewinner der Königskategorie bester Film, „Moonlight“, erzählt die Geschichte eines schwulen schwarzen jungen Mannes, der aus prekären Verhältnissen stammt. Die beiden schwarzen Drehbuchautoren des Films, Regisseur Barry Jenkins und Tarell Alvin McCraney, erhielten den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch; ihr Darsteller Mahershala Ali wurde für die beste Nebenrolle ausgezeichnet. Viola Davis gewann für ihren Part in dem Denzel-Washington-Film „Fences“ ebenfalls einen Nebendarsteller-Oscar.

Und in der Kategorie Dokumentation gewann eine Geschichte um den gefallenen schwarzen Sporthelden O. J. Simpson: „O. J.: Made in America“ von Ezra Edelman und Caroline Waterlow.

 

Die Gewinner in den 24 Kategorien in der Übersicht:

Kategorie Gewinner
Bester Film „Moonlight“ (Regie: Barry Jenkins)
Regie Damien Chazelle für „La La Land“
Hauptdarsteller Casey Affleck für „Manchester by the Sea“
Hauptdarstellerin Emma Stone für „La La Land“
Nebendarstellerin Viola Davis für „Fences“
Nebendarsteller Mahershala Ali für „Moonlight“
Nicht-englischsprachiger Film „The Salesman“ (Regie: Asghar Farhadi, Iran)
Kamera Linus Sandgren für „La La Land“
Original-Drehbuch Kenneth Lonergan für „Manchester by the Sea“
Adaptiertes Drehbuch Barry Jenkins für „Moonlight“ nach einer Geschichte von Tarell Alvin McCraney
Schnitt John Gilbert für „Hacksaw Ridge“
Filmmusik „La La Land“ von Justin Hurwitz
Filmsong „City of Stars“ aus dem Film „La La Land“ von Justin Hurwitz, Benj Pasek und Justin Paul
Produktionsdesign David Wasco und Sandy Reynolds-Wasco für „La La Land“
Tonschnitt Sylvain Bellemare für „Arrival“
Tonmischung Kevin O'Connell, Andy Wright, Robert Mackenzie und Peter Grace für „Hacksaw Ridge“
Spezialeffekte Robert Legato, Adam Valdez, Andrew R. Jones und Dan Lemmon für „The Jungle Book“
Animationsfilm „Zoomania“ von Byron Howard, Rich Moore und Clark Spencer
Animations-Kurzfilm „Piper“ von Alan Barillaro und Marc Sondheimer
Dokumentarfilm „O. J.: Made in America“ von Ezra Edelman und Caroline Waterlow
Dokumentar-Kurzfilm „The White Helmets“ von Orlando von Einsiedel und Joanna Natasegara
Make-up/Frisur Alessandro Bertolazzi, Giorgio Gregorini und Christopher Nelson für „Suicide Squad“
Kostümdesign Colleen Atwood für „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“
Kurzfilm „Sing“ von Kristof Deák und Anna Udvardy
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