«Der Unfall auf der A35» : Das Böse lauert hinter bürgerlichen Fassaden

Kommissar George Gorski ermittelt wieder - und stößt auf die dunkle Seite der nach außen so friedlichen und bürgerlichen kleinen Stadt im Elsass.

shz.de von
29. Mai 2018, 16:53 Uhr

Ein Autounfall im Elsass steht am Anfang des neuen Romans von Graeme Macrae Burnet. Ein Auto ist offenbar ungebremst gegen einen Baum gerast, und der Fahrer ist ums Leben gekommen. Es gibt keinen Hinweis auf Fremdverschulden, doch Kommissar George Gorski vermutet, dass etwas nicht stimmt.

Der überaus gründliche und gewissenhafte Gorski war bereits der Ermittler in Burnets Romandebüt «Das Verschwinden der Adèle Bedeau» und hatte gut verborgene Zusammenhänge aufgedeckt. So auch in seinem aktuellen Fall. Gorski versucht, den Tagesablauf des getöteten Autofahrers nachzuvollziehen, verfolgt diesen bis nach Straßburg und findet dabei Hinweise auf den Mord an einer Prostituierten. So entdeckt der Kommissar die dunkle Seite der nach außen so friedlichen und bürgerlichen Kleinstadt, in der alle Beteiligten leben.

Wieder einmal gibt Burnet die Erzählung als Übersetzung eines französischen Originals aus, das erst kürzlich in seinen Besitz gekommen sei. So kann er den etwas altertümlichen Eindruck erklären, der «Der Unfall auf der A35» an Georges Simenon und Inspektor Maigret erinnern lässt.

- Graeme Macrae Burnet: Der Unfall auf der A35. Europa Verlag, München, 300 Seiten, 17,90 Euro, ISBN 978-3-95890-154-4.

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