Zweiter Weltkrieg : D-Day-Strände sollen Unesco-Welterbe werden

Omaha Beach ist einer der Strände, wo alliierte Truppen im Zweiten Weltkrieg gelandet waren.
Omaha Beach ist einer der Strände, wo alliierte Truppen im Zweiten Weltkrieg gelandet waren.

Bunkeranlagen und Überreste eines künstlichen Hafens: Die Spuren an der Landungsküste in der Normandie sind heute immer noch zu sehen. Jetzt will Frankreich die D-Day-Strände zum Unesco-Welterbe machen.

shz.de von
31. Januar 2018, 14:31 Uhr

Frankreich will die D-Day-Strände der alliierten Landung in der Normandie zum Unesco-Weltkulturerbe erklären lassen. Ein Sprecher der UN-Kulturorganisation bestätigte am Mittwoch den Eingang der französischen Nominierung.

Das Pariser Kulturministerium teilte zur Begründung mit, die Strände trügen die Spuren eines «Kampfes für die Freiheit und den Frieden». Am sogenannten D-Day, dem 6. Juni 1944, waren alliierte Truppen im Zweiten Weltkrieg im von Deutschland besetzten Frankreich gelandet.

Die größte Landungsoperation der Militärgeschichte hatte entscheidende Bedeutung für den weiteren Verlauf des Zweiten Weltkriegs. Noch heute sind an dem rund 80 Kilometer langen Küstenabschnitt nördlich und nordwestlich von Caen Spuren der Kämpfe zu sehen - etwa Überreste eines künstlichen Hafens und deutsche Bunkeranlagen. Die Region Normandie setzt sich schon länger dafür ein, die Landungsstrände in die Welterbe-Liste aufzunehmen.

Die Entscheidung über Neuaufnahmen in die prestigeträchtige Unesco-Liste trifft das Welterbekomitee. In ihm sind 21 Staaten vertreten, die von der Versammlung aller Mitglieder der Welterbekonvention gewählt werden.

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