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Ausstellung in Lübeck : Buddenbrookhaus zeigt ausgewählte Briefe von Heinrich Mann

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Heinrich Mann hat nicht nur Romane und Essays hinterlassen. Auch jede Menge Liebesbriefe und Urlaubsgrüße schlummerten jahrzehntelang auf einem Dachboden.

shz.de von
erstellt am 11.Mär.2016 | 16:34 Uhr

Lübeck | Ab Samstag zeigt das Lübecker Buddenbrookhaus in der Ausstellung „Hand/Werk“ ausgewählte Schriftstücke von Heinrich Mann (1871-1950). Vor gut einem Jahr hat das Buddenbrookhaus rund 400 Schriftstücke aus dem Nachlass des Schriftstellers erworben.

Heinrich Mann gilt als bedeutender deutscher Schriftsteller, der jedoch stets im Schatten seines kleinen Bruders Thomas Mann stand. Bis heute ist das Interesse an dem Nachlass der Schriftsteller ungebrochen.

Zu den 41 Exponaten gehören neben Liebesbriefen, Feriengrüßen und Textentwürfen Heinrich Manns auch Briefe des Dramatikers Arthur Schnitzler (1862-1931) und des Malers Max Oppenheimer (1885-1954). Zur Eröffnung wird auch Heinrich Manns Enkel Jindrich erwartet. 

Die Ausstellung, die bis zum 1. Mai zu sehen ist, bietet nicht nur einen Einblick in die Gedankenwelt Heinrich Manns, sondern auch in seine Arbeitsweise. „Er hat jedes Stück Papier beschrieben, das er gerade zur Hand hatte. Das konnten gebrauchte Briefumschläge sein oder die Rückseiten von Briefen, die er erhalten hatte“, sagte Dittmann. Analog dazu sind auch die drehbaren Erläuterungstafeln neben den Vitrinen beidseitig beschriftet. Auf der Vorderseite stehen allgemeine Hinweise, auf der Rückseite wird der Inhalt der gezeigten Schriftstücke wiedergegeben. 

Präsentiert werden unter anderem Briefe und Postkarten Manns an seine Mutter, seine Verlobte Inés Schmied und seine erste Ehefrau Maria Kanová, seinen Bruder Thomas sowie an bedeutende Künstler seiner Zeit wie den österreichischen Dramatiker Schnitzler und den Maler Oppenheimer, der Heinrich mehrfach porträtiert hat. 

Insgesamt 436 Schriftstücke umfasst das Konvolut, das jahrzehntelang auf einem Dachboden schlummerte, bevor sich Manns Enkel Jindrich und Ludvik Mann-Aškenazy entschlossen, es zu verkaufen. Im Februar 2015 erwarb das Buddenbrookhaus die Dokumente für sein Heinrich-und-Thomas-Mann-Archiv.

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