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Breites Bündnis für den Denkmalschutz

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erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kiel | Unter dem Leitsatz "Denkmalschutz geht alle an" eröffnete Rosemarie Wilcken als Vorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am Montagabend in Kiel den ersten "Denkmalsalon Schleswig-Holstein". Die Schmerzgrenze der Vernichtung von Denkmalsubstanz sei erreicht, mahnte sie. Oft deshalb, weil die betroffenen Bürger sich zu spät an den Planungsverfahren beteiligen würden.

Die meisten Touristen würden ihre Reisen an Denkmalen orientieren, sagte Wilcken. "Leider ziehen sich die staatlichen Ebenen finanziell und personell immer weiter aus dem Denkmalschutz zurück", bemängelte sie. Die damit insbesondere angesprochene Ministerin Anke Spoorendonk stieß aber ins gleiche Horn: "Kultur zu haben, heißt Identität zu haben", dazu würden vor allem auch Baudenkmäler gehören.

Immerhin plant sie, die Gesetzesnovellierung ihrer Vorgängerregierung, nach der wirtschaftliche Interessen vor Denkmalschutzinteressen rangieren können, rückgängig zu machen. Mehr noch: Man überlege gar, auch die sogenannten "einfachen Denkmale" voll unter Schutz zu stellen. Streit scheint vorprogrammiert - da kommt der "Denkmalsalon" vielleicht gerade recht. Die Fäden des Salons laufen beim Denkmalfonds und dessen Geschäftsführer Bernd Brandes-Druba zusammen, der gemeinsam mit Barbara von Campe 25 Initiativpartner ins Boot geholt hat, darunter diverse Organisationen und Ämter für Denkmalpflege, Haus & Grund Schleswig-Holstein, die Verbände der Architekten, Handwerker, Restauratoren und Norddeutschen Wohnungsunternehmen bis hin zur Kieler Universität, der Sparkassenstiftung und der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen. Zweimal jährlich sollen die Salons stattfinden, wechselnd in Lübeck und Kiel. www.denkmalsalon-sh.de

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