Expertengremium der Unesco : Bier, Brot und Skat könnten Kulturerbe werden

83 Vorschläge werden von einem Expertengremium der Unesco begutachtet. Ende des Jahres soll sich die Kultusministerkonferenz dann endgültig auf zwei Vorschläge einigen, die als immaterielle Kulturerbe in Frage kommen.

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25. Juni 2014, 13:01 Uhr

Bonn | Deutsches Bier und Brot sowie der Karneval oder Fasching könnten zum Kulturerbe werden. Sie zählen zu insgesamt 83 Vorschlägen in der engeren Wahl für ein nationales Verzeichnis des sogenannten immateriellen Kulturerbes, in das Bräuche und Traditionen aufgenommen werden sollen. Diese Vorauswahl aus den Bundesländern soll nun von einem Expertengremium der Unesco begutachtet werden, wie die Deutsche Unesco-Kommission am Mittwoch in Bonn berichtete.

Ende des Jahres soll von der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Bundesregierung eine endgültige Entscheidung getroffen werden. Dann wird auch entschieden, welche zwei Vorschläge der Unesco in Paris zur Aufnahme in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes übermittelt werden. Deutschland ist erst seit 2013 Vertragsstaat dieses Unesco-Übereinkommens, in dem traditionelle Bräuche, Rituale, Feste, Künste oder Handwerkstechniken aufgelistet sind.

Zu den 83 Vorschlägen für eine erste deutsche Liste zählen neben deutschen Brotsorten und dem Bier nach deutschem Reinheitsgebot etwa auch das Skatspiel, das historische Schützenwesen, das norddeutsche Grünkohlessen, das Münchner Oktoberfest, die Passionsspiele in Oberammergau, der von der Geburtsstadt Bonn ins Rennen geschickte Komponist Ludwig van Beethoven oder auch die Rattenfänger-Saga aus der niedersächsischen Stadt Hameln.

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