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Wettbewerb der 66. Filmfestspiele Berlin : Berlinale 2016: Diese Filme kämpfen um die Bären

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Am 11. Februar startet in Berlin wieder das Rennen um den Goldenen und Silbernen Bären. shz.de stellt die Filme vor.

Berlin | Bei der 66. Berlinale (11. bis 21. Februar), den internationalen Filmfestspielen in Berlin, sind 18 Filme aus aller Welt im Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären. Weitere Regiearbeiten werden außer Konkurrenz und in anderen Festival-Reihen gezeigt. Insgesamt sind beim Festival knapp 400 Filme zu sehen.

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin gehören neben den Festivals in Cannes und Venedig zu den „großen Drei“. Rund 400 Filme zeigt die Berlinale jedes Jahr. Mit mehr als 300.000 verkauften Karten gilt die Berlinale in der Filmbranche als das größte Publikumsfestival der Welt.

Präsidentin der Jury ist in diesem Jahr die US-Schauspielerin Meryl Streep. Berlinale-Direktor ist der gebürtige Pforzheimer Dieter Kosslick, dessen Vertrag noch bis 2019 läuft. Im vergangenen Jahr gewann der Iraner Jafar Panahi mit „Taxi Teheran“ den Goldenen Bären für den besten Film. Alle Infos zum Programm und Tickets gibt es auf der Seite der Berlinale 2016.

Doch welche Filme treten in diesem Jahr gegeneinander an? shz.de mit einer Übersicht über die Wettbewerbs-Filme 2016:

Titel: „24 Wochen“, Deutschland 2016

Foto: Friede Clausz/Berlinale/dpa
 

Von: Anne Zohra Berrached

Mit: Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Johanna Gastdorf

Darum geht's: Astrid ist Kabarettistin, ihr Mann managt sie. Sie haben eine Tochter und erwarten ihr nächstes Kind. Bei einer Routineuntersuchung erfahren sie, dass es schwer krank ist - und bereiten sich auf ein Leben mit einem behinderten Kind vor.


Titel: „Alone in Berlin“ (dt. Titel „Jeder stirbt für sich allein“)

Foto: Bernd Thissen/dpa
 

Von: Vincent Perez (Schweiz)

Mit: Daniel Brühl, Brendan Gleeson, Emma Thompson

Darum geht's: Der Film wurde nach einer Vorlage des Romans von Hans Fallada gedreht. Es geht um das Arbeiterehepaar Quangel, das sich nach dem Tod seines Sohnes an der Front gegen Hitler auflehnt - und unter Lebensgefahr unter anderem Flugblätter verteilt.


Titel: „Genius“, Großbritannien/USA

Foto: Marc Brenner/Pinewood Films/ Berlinale/dpa
 

Von: Michael Grandage

Mit: Colin Firth, Jude Law, Nicole Kidman, Laura Linney

Darum geht's: New York in den 20er-Jahren: Ein Verleger und ein Autor wollen ein 1000-Seiten-Manuspkript herausgeben. Dabei kommen sie sich näher - das lässt ihre Frauen misstrauisch werden.


Titel: „Midnight Special“, USA

Foto: Ben Rothstein/Berlinale/dpa
 

Von: Jeff Nichols

Mit: Kirsten Dunst, Michael Shannon, Joel Edgerton, Jaeden Lieberher, Adam Driver

Darum geht's: Roy ist mit seinem achtjährigen Sohn unterwegs. Der wird verfolgt, weil er außergewöhnliche Fähigkeiten hat. Religiöse Extremisten und die Polizei ist den beiden auf den Fersen. „Midnight Special“ ist eine Mischung aus Science-Fiction und Familiengeschichte.


Titel: „Zero Days“, USA

Foto: Berlinale/dpa
 

Von: Alex Gibney, Dokumentarfilm

Darum geht's: Der oscarprämierte Dokumentarist Alex Gibney geht dem Phänomen Stuxnet nach, einem sich selbst replizierenden Computervirus, der 2010 von internationalen IT-Experten entdeckt wurde, heißt es im Programm der Berlinale.


Titel: „Kollektivet“ (dt. Titel „Die Kommune“), Dänemark

In „Kollektivit“ geht es um eine Kommune in Dänemark - und die Probleme, die das Zusammenleben mit sich bringt.

In „Kollektivit“ geht es um eine Kommune in Dänemark - und die Probleme, die das Zusammenleben mit sich bringt.

Foto: Isabelle Huppert/Roman Kolinka/Berlinale/dpa
 

Von: Thomas Vinterberg

Mit: Trine Dyrholm, Ulrich Thomsen

Darum geht's: „Kollektivet“ erzählt die Geschichte einer Kommune in Dänemark: Ein Dutzend Frauen, Männer und Kinder zieht in die Villa des Dozenten Erik ein - und die Ereignisse nehmen ihren Lauf...


Titel: „Chang Jiang Tu“ (engl. Titel „Crosscurrent“)

Foto: Berlinale/dpa
 

Von: Yang Chao (China)

Mit: Qin Hao, Xin Zhi Lei, Wu Lipeng, Wang Hongwei, Jiang Hualin

Darum geht's: Der junge Kapitän Gao Chun fährt mit seinem Frachtschiff den Jangtse flussaufwärts. Nach dem Tod seines Vaters ist er auf der Suche nach einer Frau. Es wird zu einer Reise durch Zeit und Raum.


Titel: „Inhebbek Hedi“ (engl. Titel „Hedi“), Tunesien

Foto: Berlinale/dpa
 

Von: Mohamed Ben Attia

Mit: Majd Mastoura, Rym Ben Messaoud, Sabah Bouzouita, Hakim Boumessoudi, Omnia Ben Ghali

Darum geht's: Im Leben des jungen Tunesiers Hedi läuft alles nach Plan. Bis er sich in die junge Rim verliebt - kurz vor seiner Hochzeit.


Titel: „Ejhdeha Vared Mishavad!“ (engl. Titel „A Dragon Arrives!“), Iran

Foto: Abbas Kosari/Berlinale/dpa
 

Von: Mani Haghighi

Mit: Amir Jadidi, Homayoun Ghanizadeh, Ehsan Goudarzi, Kiana Tajammol, Nader Fallah

Darum geht's: Der iranische Premierminister ist erschossen worden. Warum? Ein Kommissar untersucht den Fall. 50 Jahre später taucht das gesammelte Beweismaterial wieder auf. Und mit ihm weitere Fragen.


Titel: „Soy Nero“, Iran/Großbritannien/Frankreich

Foto: Berlinale/dpa
 

Von: Rafi Pitts

Mit: Johnny Ortiz, Rory Cochrane, Aml Ameen, Darrell Britt-Gibson, Michael Harney

Darum geht's: „Soy Nero“ erzählt die Geschichte eines jungen Mexikaners, der unbedingt US-Staatsbürger werden möchte. Dafür meldet er sich freiwillig zum Militärdienst. Und findet sich plötzlich in Kriegsgebieten im Mittleren Osten wieder.


Titel: „L'avenir“ (engl. Titel „Things to Come“), Frankreich

Foto: Berlinale/dpa
 

Von: Mia Hansen-Løve

Mit: Isabelle Huppert, André Marcon, Roman Kolinka, Edith Scob, Sarah Le Picard

Darum geht's: Eine Lehrerin Ende 50 führt ein ausgefülltes, glückliches Leben. Bis viele unvorhergesehene Ereignisse alles verändern - und sie sich an neue Gegebenheiten anpassen muss.


Titel: „Quand on a 17 ans“ (engl. Titel „Being 17“), Frankreich

Foto: Luc Roux/Berlinale/dpa
 

Von: André Téchiné (Frankreich)

Mit: Sandrine Kiberlain, Kacey Mottet Klein

Darum geht's: In dem französischen Film geht es um zwei Jungen, die sich nicht ausstehen können. Doch dann nimmt die Familie von Damien den Jungen Thomas bei sich auf - und die beiden müssen irgendwie unter einem Dach leben.


Titel: „Fuocoammare“ (engl. Titel „Fire at Sea“), Italien

Foto: Berlinale/dpa
 

Von: Gianfranco Rosi, Dokumentarfilm

Darum geht's: Samuele (12) lebt auf Lampedusa im Mittelmeer. Dort kommen seit Jahren Flüchtlinge an - und die Einwohner Lampedusas werden Zeugen der humanitären Katastrophe.


Titel: „Cartas da guerra“ (übersetzt: Briefe aus dem Krieg), Portugal

Foto: Berlinale/dpa
 

Von: Ivo M. Ferreira

Mit: Miguel Nunes, Margarida Vila-Nova, Ricardo Pereira, João Pedro Vaz, João Pedro Mamede

Darum geht's: Der junge Arzt Antonio ist im Jahre 1971 im Kolonialkrieg in Angola, während seine schwangere Frau in Portugal auf ihn wartet. Der Krieg wird immer schlimmer - davon zeugen die Briefe, die er nach Hause schreibt.


Titel: „Hele Sa Hiwagang Hapis“ (engl. Titel „A Lullaby to the Sorrowful Mystery“), Philippinen

Foto: Bradley Liew/Berlinale/dpa
 

Von: Lav Diaz

Mit: Piolo Pascual, John Lloyd Cruz, Hazel Orencio, Alessandra De Rossi, Joel Saracho

Darum geht's: Der Regisseur begibt sich auf einen Streifzug durch seine Heimat, die Philippinen. Im Film fließen „Mythologie, Fakten und lebendiges Geschichtsempfinden ineinander“ (Berlinale).


Titel: „Smrt u Sarajevu/Mort à Sarajevo“ (engl. Titel „Death in Sarajevo“), Bosnien und Herzegowina

Foto: Margo Cinema & SCCA/pro.ba/Berlinale/dpa
 

Von: Danis Tanovic

Mit: Jacques Weber, Snežana Vidović, Izudin Bajrović, Vedrana Seksan, Muhamed Hadžović

Darum geht's: Der Film spielt in Sarajevo, im Juni sollen im Hotel Europa diplomatische Ehrengäste empfangen werden. Am 100. Jahrestag jenes Attentats, das als Auslöser für den Ersten Weltkrieg gilt, soll von hier aus ein Appell für Frieden und Verständigung gestartet werden. Doch die Hotelangestellten wollen streiken.


Titel: „Zjednoczone Stany Milosci“ (engl. Titel „United States of Love“), Polen

Foto: Oleg Mutu/Berlinale/dpa
 

Von: Tomasz Wasilewski

Mit: Julia Kijowska, Magdalena Cielecka, Dorota Kolak, Marta Nieradkiewicz, Łukasz Simlat

Darum geht's: Der Regisseur porträtiert vier Frauen in Polen Anfang der 90er-Jahre. Mit dabei sind Renata, die die Nähe zu ihrer jungen Nachbarin sucht und Marzena, die von einer Karriere als Model träumt.


Titel: „Boris sans Béatrice“ (übersetzt: Boris ohne Béatrice), Kanada

Von: Denis Côté

Mit: James Hyndman, Simone-Élise Girard, Denis Lavant, Isolda Dychauk, Dounia Sichov

Darum geht's: Boris führt ein erfolgreiches Leben - ebenso wie seine Frau. Doch dann bekommt sie eine Depression. Boris wird derweil von einem mysteriösen Mann angerufen, der ihn um Treffen bittet. Boris fühlt sich zunehmend verfolgt.


Auch außerhalb des Wettbewerbs laufen sehenswerte Filme - mit dabei sind:

- „Hail, Caesar!“ (Eröffnungsfilm) von Joel und Ethan Coen (USA), mit George Clooney, Josh Brolin, Ralph Fiennes, Jonah Hill, Scarlett Johansson, Frances McDormand, Tilda Swinton, Channing Tatum

- „Chi-Raq“ von Spike Lee (USA), mit Wesley Snipes, Jennifer Hudson, Angela Bassett, John Cusack, Samuel L. Jackson

- „Des nouvelles de la planète Mars“ (engl. Titel „News from planet Mars“) von Dominik Moll (Frankreich)

- „Mahana“ (engl. Titel „The Patriarch“) von Lee Tamahori (Neuseeland)

- „Saint Amour“ (Weltpremiere) von Benoît Delépine (Frankreich), mit Gérard Depardieu, Benoît Poelvoorde, Vincent Lacoste, Céline Sallette

Außer Konkurrenz im Berlinale-Special laufen unter anderem:

- „Where To Invade Next“ von Michael Moore (USA)

- „A Quiet Passion“ von Terence Davies (Großbritannien), mit Cynthia Nixon

Im „Panorama Special“ läuft unter anderem „Grüße aus Fukushima“ von Doris Dörrie (Deutschland), im „Panorama“ „Jonathan“ von Piotr J. Lewandowski (Deutschland), mit Jannis Niewöhner, André Hennicke, Barbara Auer. In „Panorama Dokumente“ wird unter anderem folgender Film gezeigt: „Der Ostkomplex“ von Jochen Hick (Deutschland), im „Forum“ wiederum „Dans les bois“ von Guillaume Nicloux (Frankreich), mit Gérard Depardieu.

 

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erstellt am 02.Feb.2016 | 19:01 Uhr

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