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Tod mit 90 Jahren : Beatles-Entdecker: George Martin ist gestorben

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Aus der Onlineredaktion

Ohne ihn hätte es die Beatles nicht gegeben. Jetzt ist das „fünfte Mitglied“ der Band gestorben.

London | Der Entdecker und Produzent der Beatles, George Martin, ist tot. Der Brite mit dem Spitznamen „Fünfter Beatle“ starb am Dienstag im Alter von 90 Jahren in seinem Zuhause, teilte sein Management mit.

George Martin produzierte Zeit seines Lebens mehr als 30 Nummer-Eins-Hits. Sein größter Coup gelang ihm 1962: Da entdeckte er die Beatles. Beim Geburtstag von Queen Elizabeth II wurde er 1996 von der britischen Monarchin zum Ritter geschlagen.

„George wird vermisst werden“, twitterte der frühere Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr (75) am Mittwoch und dankte ihm für seine „Liebe und Güte“. John Lennons Sohn Sean Ono Lennon (40) schrieb: „Ich bin so am Boden, ich habe nicht viele Worte.“

Ringo Starr twitterte ein Foto der Beatles, vorne in der Mitte hockt ihr „fünftes Mitglied“: George Martin.

Martin hatte 1962 erstmals Probeaufnahmen der Musiker aus Liverpool gehört und gab ihnen ihren ersten Plattenvertrag. Der Sohn eines Londoner Handwerkers hatte an der renommierten Londoner Guildhall School of Music studiert, zunächst professionell Oboe gespielt und war 1955 mit nur 29 Jahren an die Spitze des Plattenlabels Parlophone gerückt.

Im Oktober 1962 erschien dort „Love Me Do“, die erste Beatles-Single. „Sir George Martin war ein Musik-Gigant - er arbeitete mit den Fab Four, um die beständigste Popmusik der Welt zu schaffen“, schrieb der britische Premierminister David Cameron auf Twitter:

Nachdem die Beatles-Band sich aufgelöst hatte, baute Martin die berühmten Air Studios auf der Karibikinsel Montserrat, wo unter anderem die Dire Straits, Phil Collins, Elton John und Michael Jackson Musik aufnahmen. 1997 war er an der Produktion von Elton Johns Megahit „Candle in the Wind“ beteiligt, der bis heute meistverkauften Single, die für die verstorbene Diana schrieb.

Doch mit der Musik der Beatles arbeitete Martin noch über Jahrzehnte - 2006 etwa produzierte er mit seinem Sohn das Remix-Album „Love“. „Das ist das allerletzte Mal, dass ich an irgendeiner Beatles-Platte arbeite“, sagte er anlässlich der Veröffentlichung, „ich bin 80 Jahre alt, Himmelherrgott.“

Auch James-Bond-Darsteller Roger Moore (88) trauerte am Mittwoch um den vielfach ausgezeichneten Produzenten, der die Musik von Moores erstem 007-Film „Leben und sterben lassen“ (1973) komponiert hatte. „Wie sehr traurig, aufzuwachen mit der Nachricht, dass Sir George Martin uns verlassen hat. Er sorgte dafür, dass mein erster Bond-Film brillant klang!“, twitterte der Schauspieler:

Produzentenkollege Mark Ronson (40), der unter anderem mit Amy Winehouse gearbeitet hat, schrieb: „Danke, Sir George Martin: der größte britische Musikproduzent aller Zeiten. Wir werden nie aufhören, in der Welt zu leben, die du mitgeschaffen hast.“

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erstellt am 09.Mär.2016 | 11:19 Uhr

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