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Ausstellungen : Baselitz: Dresdner Bilder beschäftigen ihn ständig

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Hundefamilie zu Raffael-Madonna und des Künstlers Unterhose zu Modersohn-Becker-Akt: Der Maler Georg Baselitz (75) gibt mit einer ungewöhnlichen Ausstellung in Dresden Einblick in die Entstehung seiner Kunst.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2013 | 14:57 Uhr

«Hintergrundgeschichten» (bis 2. Dezember) ist auch für ihn eine Premiere. So eine Schau habe er bisher weder gesehen noch gemacht, sagte Baselitz am Freitag vor der Eröffnung.

Auf Einladung der Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) Dresden paarte er auf Leinwand gedruckte vergrößerte Reproduktionen Alter Meister wie Cranach, Vermeer, Rembrandt oder Monet mit eigenen Bildern. Die Remix- sowie «Fraktur-» und «Negativbilder» aus seinem Besitz entstanden zwischen 1998 und 2013.

Sie seien keine momentane Reaktion oder Interpretation der Kunstwerke aus dem 16. bis 20. Jahrhundert, betonte Baselitz, der sich stets mit Werken der Dresdner Sammlung auseinandersetzte. «Ich habe mich ständig immer wieder und unentwegt mit den Dresdner Bildern beschäftigt, als Modell für meine Bilder», sagte er. Sein erster Besuch der Galerie Mitte der 50er Jahre sei das «Fundament» seiner ganzen künstlerischen Tätigkeit.

Entscheidend bei seiner Auswahl war Inhaltliches, Formales, Technisches oder Stilistisches, sagte Baselitz. So hängt das Bild «Schwarze Lackschuhe», das seine Unterhose, Beine und Füße zeigt, neben Paula Modersohn-Beckers Selbstbildnis als Akt. Das Gegenstück der «Sixtinischen Madonna» ist «Statement» (1999), eine frivole Interpretation von Raffaels Kultbild - mit Hundefamilie.

Die SKD erwarben anlässlich der Schau ein großformatiges Selbstbildnis des Künstlers, wie Generaldirektor Hartwig Fischer verkündete. Es trägt den ungewöhnlichen Titel «*Mein well reum rich macht*» und entstand 2013 für eine Serie, die 2014 in London erstmals gezeigt werden soll.

Baselitz-Ausstellung

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