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Kunst : Avantgardist Hans Richter im Pompidou Metz

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Der Dadaist, Filmpionier und Maler Hans Richter (1888-1976) war einer der bedeutendsten deutschen Avantgardisten seiner Zeit. Unter dem Titel «Hans Richter. Eine Reise durch das Jahrhundert» zeigt das Centre Pompidou in Metz die erste Richter-Retrospektive in Frankreich.

Bis zum 24. Februar werden mehr als 200 Gemälde, Papierarbeiten und Filme ausgestellt. Dabei wird der Schwerpunkt auf den Pionier des experimentellen Films gelegt. Die Werkschau ist danach in Berlin im Martin-Gropius-Bau zu sehen (27. März bis 30. Juni).

«Der Künstler spielte innerhalb der Avantgarde seiner Zeit eine wichtige Rolle, die noch heute weitgehend verkannt wird. Er war ein einzigartiger Katalysator in der Geschichte der Moderne», sagte Kurator Philippe-Alain Michaud. Richters Gesamtwerk kennzeichnet sich durch verschiedene Stile der europäischen Avantgarde. Er orientierte sich am Expressionismus, schloss sich dem Dadaismus an, entdeckte den Konstruktivismus und suchte nach einer universellen künstlerischen Grammatik.

Unter dem Einfluss der musikalischen Prinzipien der Kontrapunktlehre von Ferruccio Busoni entstand «Rhythmus 21», Richters erster abstrakter Film: schwarze, weiße und graue geometrische Formen, die aneinander vorbeiziehen. «Am nachhaltigsten hat Richter die Kunst als Wegbereiter des experimentellen Films geprägt», erklärte der Kurator weiter. Richter gehört heute neben Walter Ruttmann, Oskar Fischinger und dem Schweden Viking Eggeling zu den bedeutendsten Vertretern des frühen abstrakten Films in Deutschland.

Hans Richter. La traversée du siècle

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erstellt am 27.Sep.2013 | 16:03 Uhr

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