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„Mythos Hammaburg“ : Ausstellung schreibt Hamburgs Geschichte neu

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Jahrelang suchten Archäologen nach der Hammaburg, der historischen Keimzelle Hamburgs. In einer großen Ausstellung zeigen Archäologen nun, wie sie das Puzzle zusammengesetzt haben.

Hamburg | Nach den Ausgrabungen in der Hamburger Innenstadt 2005 und 2006 herrscht zunächst Enttäuschung: Eindeutige Hinweise auf die Hammaburg, die historische Keimzelle Hamburgs, konnten die Archäologen nicht finden. Sieben Jahre später werden die Ergebnisse nun anders gedeutet. Nach neuesten wissenschaftlichen Methoden stammen die zuvor auf das 6. und 7. Jahrhundert datierten Reste einer Befestigungsanlage aus dem 8. Jahrhundert. Damit könnte es sich doch um die Hammaburg handeln.

Hamburgs Geschichte müsse in Teilen neu geschrieben werden, hatte Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss Anfang des Jahres angekündigt. Unter dem Motto „Mythos Hammaburg“ werden die Ergebnisse der jahrelangen Arbeit der Archäologen jetzt in einer großen Ausstellung im Archäologischen Museum in Hamburg-Harburg präsentiert. Gezeigt werden Grabungsfunde, die bisher noch nicht zu sehen waren, aber auch spektakuläre Leihgaben aus Museen, Archiven und Kirchen. Im Fokus steht die Zeitspanne vom 8. bis 12. Jahrhundert. Die Schau beleuchtet die ersten Siedlungsspuren Hamburgs, die erste Nennung der Hammaburg in den frühen Archivalien, das Leben und Wirken des Missionars Ansgar sowie den Wikingerüberfall von 845.

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erstellt am 29.Okt.2014 | 09:57 Uhr

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