Musikalischer Philosoph : Ausstellung in Weimar: Friedrich Nietzsche als Komponist

Für Friedrich Nietzsche war die Musik unerlässlich. dpa
Für Friedrich Nietzsche war die Musik unerlässlich. dpa

«Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum», schreibt Friedrich Nietzsche, der schon seit früher Jugend Klavier gespielt hat. Rund 70 Kompositionen hat der Philosoph im Laufe seines Lebens geschaffen.

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13. Februar 2020, 14:50 Uhr

Friedrich Nietzsche ist vor allem als Philosoph bekannt - seinen musikalischen Werken widmet nun das Goethe- und Schiller-Archiv Weimar erstmals eine eigene Ausstellung.

Gezeigt werden unter anderem Notenmanuskripte zu 15 Kompositionen, Briefe und weitere Dokumente, wie die Klassik Stiftung Weimar am Donnerstag mitteilte. Die Schau vermittele Nietzsches (1844-1900) künstlerische Ambitionen und seine lebenslange Leidenschaft für die Musik.

Ausgewählte Kompositionen Nietzsches sollen auch in einem Konzert der Klassik Stiftung am 3. April im Neuen Museum Weimar zu hören sein.

Nietzsche habe seit früher Jugend Klavier gespielt, leidenschaftlich improvisiert und bereits zu Schulzeiten komponiert, erläuterte die Stiftung. So seien zunächst vierhändige Klavierwerke, Sonaten und Lieder entstanden. Der junge Nietzsche habe sich selbstständig die Kompositionslehre Johann Georg Albrechtsbergers angeeignet. Weitere musikalische Impulse habe er im Hause seines Schulfreundes Gustav Krug erhalten, das häufig Gäste wie Felix Mendelssohn Bartholdy oder Clara und Robert Schumann beherbergte.

Von Nietzsches insgesamt 70 Kompositionen sind den Angaben nach 50 in seinem Weimarer Nachlass überliefert. Im Gegensatz zu seinen Schriften (u.a. «Der Wille zur Macht») sind sie jedoch kaum bekannt.

Die Ausstellung «Nietzsche komponiert. Notenmanuskripte aus dem Nachlass» ist vom 14. Februar bis zum 14. Juni 2020 zu sehen.

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