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Jury stellt sich vor : Arktis-Drama mit Juliette Binoche eröffnet 65. Berlinale

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Die Berlinale gilt neben Cannes und Venedig als eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt. In diesem Jahr werden Stars wie Nicole Kidman, Robert Pattinson und Natalie Portman erwartet.

Berlin | Startschuss für das Bären-Rennen: Mit der Weltpremiere des Grönland-Dramas „Nobody Wants the Night“ mit Juliette Binoche in der Hauptrolle wird am Donnerstagabend  um 19.45 Uhr die 65. Berlinale eröffnet. Der Abenteuerfilm der spanischen Regisseurin Isabel Coixet („Mein Leben ohne mich“) ist inspiriert von einer wahren, dramatischen Lebensgeschichte: Die französische Oscar-Preisträgerin Binoche („Die Wolken von Sils Maria“, „Der englische Patient“) spielt Josephine Peary, die im Jahr 1908 ihrem Mann, dem berühmten Arktis-Forscher Robert Peary, ins ewige Eis nachreist.

Festivalchef Dieter Kosslick – wie immer ausgestattet mit Hut und Berlinale-Schal – wird die Premierengäste und das Filmteam auf dem roten Teppich vor dem Berlinale-Palast am Potsdamer Platz begrüßen.

Das erste Blitzlichtgewitter der Berlinale gilt stets der Jury – so auch am Donnerstag. Die diesjährige Jury unter Vorsitz des US-amerikanischen Regisseurs Darren Aronofsky („Black Swan“) stellte sich am Donnerstag zum Festival-Auftakt launig und energiegeladen den Fotografen und Journalisten. Arnofsky sagte strahlend: „Wir verstehen uns schon jetzt prima!“ Die Juroren, die über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären entscheiden, präsentierten sich in geradezu familiärer Herzlichkeit. Mit von der Partie ist auch der deutsche Schauspielstar Daniel Brühl („Rush - Alles für den Sieg“).

Das große Arbeitspensum der Jury will Brühl durch Disziplin bewältigen. So sagte er schmunzelnd: „Ich werde kaum zu Parties gehen und nicht viel Alkohol trinken.“ Er ergänzte: „Es ist ein strammes Programm. Wir haben viel zu tun. Für mich wird es das erste Mal, dass ich einen Berlinale-Wettbewerb komplett sehen werde. Darauf freue ich mich sehr.“

Die weiteren Jury-Mitglieder sind der koreanische Autor und Regisseur Bong Joon-ho, dessen Film „Snowpiercer“ 2014 im Forum der Berlinale sehr umstritten war, die US-amerikanische Produzentin Martha De Laurentiis („Hannibal“), die Regisseurin Claudia Llosa aus Peru, die 2009 den Goldenen Bären für „Eine Perle Ewigkeit“ gewann, die französische Aktrice Audrey Tautou („Die fabelhafte Welt der Amélie“) und Matthew Weiner (USA), der als Autor und Produzent den US-TV-Serienhit „Mad Men“ verantwortet.

Die Eröffnungsgala moderiert Comedystar Anke Engelke. Auf der Gästeliste für den Eröffnungsabend stehen neben anderen Oscar-Preisträger Christoph Waltz, „James Bond“-Designer Ken Adam sowie die Schauspieler Axel Milberg, Iris Berben, Senta Berger, Hannelore Elsner, Heike Makatsch, Ulrich Noethen und Tom Schilling.

Bis zum 15. Februar konkurrieren bei den Berliner Filmfestspielen 19 Filme aus aller Welt um den Goldenen und die Silbernen Bären, darunter auch die Werke deutscher Filmemacher wie Werner Herzog und Andreas Dresen. Insgesamt zeigt das Festival 441 Filme. Stars wie Nicole Kidman, Robert Pattinson, Natalie Portman, Helen Mirren, James Franco und Ian McKellen werden erwartet.

 

Die 65. Berlinale zieht von Donnerstag bis zum 15. Februar wieder Filmfans aus aller Welt an. An elf Tagen werden 441 Filme gezeigt. Sie kommen aus 72 Ländern und wurden aus 7265 Einreichungen ausgewählt. Vergangenes Jahr wurden 325.000 Tickets verkauft. 19 Filme im Wettbewerb haben Chancen auf einen Bären.

Das Budget der Berlinale beträgt 22 Millionen Euro, vom Bund kommen 6,5 Millionen Euro. Beim Europäischen Filmmarkt sind 490 Firmen aus 64 Ländern dabei.

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erstellt am 05.Feb.2015 | 13:44 Uhr

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