Archäologie : Archäologen entdecken seltenes römisches Kettenhemd

Der Leiter der Ausgrabungen von der Freien Universität Berlin, Michael Meyer, präsentiert das gefundene Kettenhemd.
Der Leiter der Ausgrabungen von der Freien Universität Berlin, Michael Meyer, präsentiert das gefundene Kettenhemd.

Seltener Fund in Südniedersachsen: Auf dem römisch-germanischen Schlachtfeld am Harzhorn haben Archäologen ein römisches Kettenhemd freigelegt. Der aus Tausenden von Kettengliedern zusammengesetzte eiserne Körperpanzer wurde wohl zum Schutz vor Schwerthieben getragen.

shz.de von
19. August 2013, 00:20 Uhr

Denkbar sei, dass römische Soldaten das Kettenhemd einem in der Schlacht verwundeten Kameraden ausgezogen und dann zurückgelassen hätten, sagte Northeims Kreisarchäologin Petra Lönne am Donnerstag.

Am Harzhorn bei Oldenrode hatten sich Römer und Germanen im Jahr 235 ein großes Gefecht geliefert. Vermutlich hatten Germanen den Tross einer römischen Armee angegriffen, die auf dem Rückweg von einem Feldzug war.

Das Schlachtfeld war im Jahr 2008 entdeckt worden. Der Ort gilt als einer der größten ungestörten Kampfstätten der Antike und ist daher für Archäologen von besonderem Wert. Bei denen bisherigen Ausgrabungen wurden schon weit mehr als 2000 Funde entdeckt, darunter Waffen und Waffenteile, Pferdegeschirr, Werkzeuge, Wageteile und römische Münzen. Die Stücke werden vom 1. September an im Braunschweigischen Landesmuseum präsentiert.

Römerschlacht

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