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Archäologen entdecken 2000 Jahre alte Grabstätte in Mexiko

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erstellt am 08.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Mexiko-Stadt | Archäologen haben in der westmexikanischen Stadt Colima (Bundesstaat Colima) eine bis zu 2500 Jahre alte historische Grabstätte freigelegt. Bei der Ausgrabung seien Gebeine von etwa 28 Kindern und Erwachsenen sowie zahlreiche Keramiken entdeckt worden, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte mit. Möglicherweise handelt es sich bei dem insgesamt 114 Quadratmeter großen Areal um eine Familienkrypta, die immer wieder benutzt wurde. Die Bestatteten gehörten vermutlich einer hohen sozialen Schicht an.

Die Knochen aus der Hauptkammer stammen von zehn Menschen und werden auf die ersten 500 Jahre nach Christus datiert, wie der Archäologe Marco Zavaleta Lucido erklärte. Unter den Grabbeigaben seien Teller, Töpfe, Räuchergefäße sowie Vasen in Hundeform gewesen.

Benachbart fanden die Forscher bisher 16 weitere Grabstätten, zwei davon waren als Doppelgräber angelegt. Die dort freigelegten Knochen datieren die Wissenschaftler auf das 6. Jahrhundert vor Christus.

"Zuerst haben wir nur Hinweise auf das Grab entdeckt - Steine, mit denen der Zugang verschlossen wurde", sagte Zavaleta. "Dann haben wir Keramikteile gefunden. Das hat uns veranlasst, unsere Forschung zu vertiefen." Der Zugang zur Grabhöhle führt über einen senkrechten Schacht von 1,20 Meter Tiefe, der mit Mörtel ausgekleidet ist. Eine solche Bauweise war zuvor aus der Region nicht bekannt.

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