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Abschied von "Ekel Alfreds" Tochter

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erstellt am 28.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Köln | Seit Jahren kämpfte Schauspielerin Hildegard Krekel gegen ihre Krebserkrankung. Jetzt hat sie den Kampf verloren - wie gestern bekannt wurde, starb sie mit 60 Jahren in Köln.

Die gebürtige Kölnerin war im Fernsehen sehr präsent: Schon mit 14 stand sie für einen Krimi vor der Kamera, in den 80ern in der ZDF-Serie "Detektivbüro Roth", auch bei der Kindersendung "Sesamstraße" war sie dabei. Aber für die Fernsehzuschauer blieb sie irgendwie immer die Tochter von "Ekel Alfred" in der TV-Serie "Ein Herz und eine Seele", die in den 70er Jahren lief.

Als Rita spielte sie die aufmüpfige Tochter des Sozi-Hassers "Ekel Alfred" (Heinz Schubert) aus dem Ruhrpott, Inbegriff des westdeutschen Spießers. Ihren Film-Vater treibt die linke Weltverbesserin mit ihren Sprüchen zur Weißglut. An der Seite des reaktionären Familienoberhaupts spielte Elisabeth Wiedemann Ehefrau Else, beschimpft als "dusselige Kuh", und Diether Krebs den Schwiegersohn.

Von dem gesamten Schauspiel-Ensemble in Urbesetzung und später der zweiten Staffel mit Helga Feddersen als Ehefrau und Klaus Dahlen als Schwiegersohn Michel lebt nur noch Elisabeth Wiedemann. Diether Krebs starb im Jahr 2000 mit nur 52 Jahren ebenfalls an Krebs, Drehbuchautor Wolfgang Menge im vergangenen Jahr mit 88 Jahren. Heinz Schubert lebte bis 1999.

Die Rheinländerin Krekel war aber auch als Synchronstimme der Schauspielerinnen Bette Davis und Helen Mirren bekannt. "Ich bin eine alte Kommode, die viele Schubladen hat", sagte sie mal über sich selbst.

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