Madonna : 51 Jahre - aber wild wie eh und je

35.000 Fans bejubelten Madonna bei ihrem ersten Konzert in München seit 15 Jahren. Und die 51-jährige "Queen of Pop" belohnte sie mit einem Licht- und Tanz-Spektakel der Extraklasse.

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23. August 2009, 02:15 Uhr

München | Standesgemäß sitzt die Königin des Pop auf einem Thron. Und wie es sich für Madonna gehört, trägt sie dabei nicht viel mehr als einen schwarzen Body, knallroten Lippenstift und Stiefel. Ihr rechtes Bein hat die Blondine lasziv über die Armlehne geschwungen. Provokant, wandelbar und innovativ, so präsentierte sich die Künstlerin dem Publikum im Münchner Olympiastadion. Seit über 15 Jahren hatte Madonna in der bayerischen Landeshauptstadt kein Konzert gegeben. Die Fans nahmen ihr die lange Abwesenheit nicht übel und feierten ausgelassen.
Das gesamte Olympiastadion ist in lilafarbenes Licht getaucht, als der Thron mit der "Queen of Pop" auf die Bühne kommt. Begleitet von einer spektakulären Lichtshow eröffnet Madonna gegen 21.30 Uhr unter dem frenetischen Applaus der Zuschauer mit "Candy Shop" das Spektakel.
Auf mehrere Leinwände um und über der Bühne werden passend zum jeweiligen Song dreidimensionale Grafiken projiziert. Bei dem fröhlichen Klassiker "Holiday" tanzen Madonna und ihre Combo zwischen den bunten Figuren des US-Künstlers Keith Haring.
Madonna bedient sich bei ihrem Auftritt ihres gesamten musikalischen Repertoires. Von "La isla bonita" über "Music" bis hin zu "4 minutes" bietet sie eine bunte Mischung ihrer Hits. Ihre Klassiker hat die Künstlerin mit neuen Rhythmen unterlegt und auf diese Weise aktualisiert. Gerade die frühen Madonna-Hits lösen beim Publikum großen Jubel aus. Bei "Like a prayer" klatscht das ganze Olympiastadion mit, bei "Ray of light" wogt die Menge.
Erst am Sonntag hat te Madonna mit ihrer Familie ihren 51. Geburtstag gefeiert. Nun haben die Fans im Olympiastadion die Möglichkeit, nachträglich zu gratulieren. Neben einem Geburtstagsständchen werfen zahlreiche Besucher Luftballons zu ihrem Idol auf die Bühne.
Ihre 51 Jahre merkt man Madonna zu keinem Zeitpunkt des Konzerts an. Sie wirbelt über die Bühne, zeigt eine Seilsprungeinlage und wirft sich immer wieder auf die Knie. Um diesen Körpereinsatz zu leisten, reist der Popstar angeblich mit einem Chiropraktiker, einer Masseurin, einem Personaltrainer und zwei Köchen.
Wo die Queen of Pop ist, darf der King nicht fehlen. Deshalb erinnert Madonna während ihrer rund zweistündigen Show auch an den kürzlich verstorbenen Michael Jackson. Zu den Klängen des Jackson-Hits "Billie Jean" kommt ein Double des Künstlers auf die Bühne und vollführt den charakteristischen Moonwalk. Ein Kinderbild des Stars rundet das Bühnenbild ab. Die Zuschauer bejubeln die Hommage.
Zum ersten Mal in ihrer Karriere setzt Madonna eine Tour fort. Die "Sticky & Sweet"-Tournee im vergangenen Jahr war nach Veranstalterangaben die Tour mit den höchsten Einspiel ergebnissen, die ein Solokünstler jemals erzielt hat. Ob die Fortsetzung an diesen Erfolg anschließt, ist noch nicht abzusehen. Das Münchner Olympiastadion war am Dienstagabend jedenfalls mit 35 000 Zuschauern nicht ausverkauft. Vom angrenzenden Olympiaberg verfolgten Hunderte Zuschauer das Event kostenlos.

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