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Kultur

18. August 2017 | 09:37 Uhr

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Wo der Wassermann wohnt



Im Rahmen der Nordischen Filmtage gibt es am Mittwoch, 30. Oktober, im Museum für Natur und Umwelt ein besonderes Angebot für Schulklassen. Kinder der Jahrgangsstufen 3 bis 7. können um 9.30 Uhr bei einem einstündigen Rundgang fantastische Geschichten über Naturwesen und Naturgeister aus Lübeck und Umgebung kennenlernen. Anschließend wird um 11.15 Uhr im Cinestar der finnische Dokumentarfilm „Tale of a Forest“ gezeigt. Poetisch und kindgerecht nehmen die Regisseure die Zuschauer mit auf eine Reise, in der alte Legenden und Geschichten lebendig werden.
Die Kosten für die Führung betragen 25 Euro. Anmeldung unter (0451) 122 2296, für den Film unter 122 1722 oder freya.schwachenwald@filmtage.luebeck.de.

90 Jahre Radio in Deutschland



„Hier ist Berlin, Voxhaus!“ Mit diesen Worten begann am 28. Oktober 1923 der Rundfunk in Deutschland. Plötzlich gab es Musik und Informationen direkt ins Ohr. Nur sehr wenige haben damals die erste Stunde des Rundfunks in Deutschland am Radio verfolgen können, aber die Hörerzahl stieg im Laufe der Jahrzehnte steil nach oben. Zum 90. Geburtstag des Rundfunks zeigt das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk „Radios von gestern – 90 Jahre deutscher Rundfunk“, eine Ausstellung der Sammler Jan Peter Brömme und Peter Dohse.
„Bei mir kamen gleich Erinnerungen an meine ersten Kontakte mit den damals neuen Technologien wieder hoch“, sagt Museumsleiter Dr. Wolfgang Muth. „Die Ausstellung will aber nicht nur die Geräte zeigen, die an sich schon eine Augenweide sind. Sie versucht auch, den geschichtlichen Kontext mit einzubeziehen. Und in einem Wohnzimmer der 50er Jahre kann man in Ruhe in alten Programmzeitschriften stöbern“.

Ab 1927 bot eine aufblühende Radioindustrie technisch immer bessere und formschöner gestaltete Geräte an. Anfang der 30er Jahre war das gesamte deutsche Reichsgebiet mit leistungsstarken Sendern ausgestattet. Die Nationalsozialisten benutzten den Rundfunk als ihr wichtigstes Propagandawerkzeug. Die Hochzeit des Radios war dann in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Auch in den 60er Jahren waren deutsche Firmen weltweit führend in der Produktion von Radiogeräten.

Radioapparate, -technik, Fachbücher und -zeitschriften aus der Zeit von 1930 bis 1960 veranschaulichen diese Geschichte. Vor allem die Geräte, die in diesem Zeitraum wie Möbelstücke gestaltet wurden, geben einen sinnlichen Einblick in die technische Entwicklung. Und bei der Lektüre von alten Programmzeitschriften werden bei vielen Menschen die Erinnerungen an spannende und entspannte Stunden vor dem Radio wieder lebendig.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 27. Oktober, um 11.30 Uhr eröffnet und ist bis zum 23. Februar in der Kokerstraße 1-3 zu sehen. Der Eintritt kostet drei, ermäßigt 1,50 Euro. Am 16. Februar bietet Jan Peter Brömme um 11.30 Uhr einen Workshop an, in dem ein Detektorradio und ein 12-Volt -Röhrenempfänger gebaut werden kann.
Die Geschichtswerkstatt, Te. (0451) 301 152 , ist freitags von 14 bis 17 Uhr samstags und sonntags ab 10 Uhr geöffnet.

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erstellt am 26.Okt.2013 | 00:31 Uhr

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