60 Prozent weniger : Künftiger Präsident Mexikos kürzt sich selbst das Gehalt

Manuel López Obrador will, dass niemand im Bürokratie-Apparat mehr als der Präsident verdient.
Manuel López Obrador will, dass niemand im Bürokratie-Apparat mehr als der Präsident verdient.

Im Wahlkampf hatte Andrés Manuel López Obrador bereits angekündigt, auch die Pensionen der Ex-Präsidenten zu mindern.

shz.de von
16. Juli 2018, 06:57 Uhr

Mexiko-Stadt | Der designierte mexikanische Präsident will künftig auf einen Großteil seines ihm als Staatsoberhaupt zustehenden Gehalts verzichten. Er werde ab seinem Amtsantritt im Dezember monatlich 108.000 Pesos (etwa 4890 Euro) verdienen, erklärte Andrés Manuel López Obrador am Sonntag (Ortszeit) in Mexiko-Stadt. Das seien rund 40 Prozent des Gehalts seines Vorgängers, Amtsinhaber Enrique Peña Nieto, der rund 270.000 Pesos (etwa 12.230 Euro) pro Monat verdient habe, sagte der Linkspolitiker, der unter dem Kurznamen AMLO bekannt ist. Er habe sich das Gehalt eigentlich noch stärker kürzen wollen.

Die Kürzung des Präsidentenverdiensts ist Teil von AMLOs Plan, die Kosten der Bürokratie in dem lateinamerikanischen Land zu verringern. Im Wahlkampf hatte er bereits angekündigt, auch die Pensionen der Ex-Präsidenten Mexikos zu mindern. Er plane zudem, in die mexikanische Verfassung aufnehmen zu lassen, dass niemand im Bürokratie-Apparat mehr als der Präsident verdienen dürfe. Er werde die Initiative dem Kongress vorlegen, sagte der 64-Jährige. López Obrador war am 1. Juli zum neuen Präsidenten gewählt worden. Er hat sich den Kampf gegen die Korruption in Mexiko auf die Fahne geschrieben.

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